FMS Wertmanagement bildet Polster für schlechtere Zeiten
FMS Wertmanagement bildet Polster für schlechtere Zeiten
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken enthält 700 Mill. Euro
mic München
FMS Wertmanagement will den Portfolioabbau im laufenden Jahr fortsetzen. Dies kündigte Vorstandssprecher Christoph Müller auf der Bilanzpressekonferenz an. Die bundeseigene Abwicklungsanstalt will das Nominalvolumen um 2 bis 3 Mrd. Euro reduzieren. Im vergangenen Jahr wurde das Portfolio um 4,8 auf 40,8 Mrd. Euro geschrumpft. Müller und seine Vorstandskollegin Carola Falkner bekräftigten ihre Ankündigung aus dem Gespräch mit der Börsen-Zeitung im März, dass man Altlasten der Hypo Real Estate Group weiter selbst abwickle.
Ausgeglichenes Ergebnis im Visier
Müller erklärte zudem, der Vorstand peile 2025 ein ausgeglichenes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit an. Dies ist die übliche Prognoseformulierung der Münchner. Im vergangenen Jahr sank es zwar von 96 auf 41 Mill. Euro. Jedoch bildete die FMS Wertmanagement erhebliche Reserven. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB wurde mit 450 Mill. Euro nach 250 Mill. Euro im Vorjahr bestückt. Der Saldo von Risikovorsorge und Finanzanlageergebnis stieg zwar mit 413 Mill. Euro auf den höchsten Wert seit 2012, aber ohne die Fondsdotierung wäre er positiv gewesen. Darüber hinaus beinhaltet die Risikovorsorge Aufwendungen aus zurückerworbenen eigenen Schuldverschreibungen in Höhe von 66 Mill. Euro.
Im Fonds für allgemeine Bankrisiken hat die FMS Wertmanagement nun 700 Mill. Euro gebunkert, hinzu kommt ein Eigenkapital in Höhe von 1,92 Mrd. Euro. Man habe ausreichend Manövriermasse, um Bewertungs- und Verkaufsentscheidungen zu verkraften, kommentierte Müller. Falkner betonte: „Unser Portfolio ist robust.“ Dies liege auch daran, dass die Mehrheit der Kunden etwa Kommunen oder staatsnahe Unternehmen seien. Der Saldo aus stillen Lasten und Reserven verbesserte sich um 2 auf –7,6 Mrd. Euro.