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Horst Neumann 65

ste - Volkswagen strebt nicht nur bei Absatz, Rendite und Qualität an die Weltspitze, der Wolfsburger Autohersteller hat sich auch zum Ziel gesetzt, attraktivster Arbeitgeber der Branche zu werden. Nach den jüngsten Ergebnissen des jährlich...

Horst Neumann 65

ste – Volkswagen strebt nicht nur bei Absatz, Rendite und Qualität an die Weltspitze, der Wolfsburger Autohersteller hat sich auch zum Ziel gesetzt, attraktivster Arbeitgeber der Branche zu werden. Nach den jüngsten Ergebnissen des jährlich ermittelten Stimmungsbarometers sieht Personalvorstand Horst Neumann das Unternehmen auf Kurs.Die Befragung, an der sich 2013 mehr als zwei Drittel des Personals im Konzern beteiligten, ergab beim Zustimmungsindex einen Anstieg auf 79 von 100 möglichen Punkten. Bis 2018 soll die Marke von 85 erreicht sein. Der Wert, der die Arbeitszufriedenheit misst, hat Bedeutung nach innen wie nach außen: Wer die besten Autos bauen will, braucht motivierte Mitarbeiter, weiß Neumann. Geld ist nicht alles, auch auf die Befindlichkeiten, auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Qualifizierung kommt es an in einer Branche, die den Fachkräftemangel spürt.Um diese Belange hat sich der Rheinländer Neumann, der im Dezember 2005 als Vorstand des Konzerns und der Marke VW für Personal verantwortlich wurde, zu kümmern. In Wolfsburg rückte der Mitarbeiter des früheren IG-Metall-Chefs Franz Steinkühler als Nachfolger des über eine Schmiergeldaffäre gestolperten Peter Hartz in das VW-Führungsgremium auf. So schlecht wie damals war die Stimmung in der Belegschaft seitdem nicht wieder.Der studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Neumann, der 1995 mit einer Dissertation zum Thema “Vergleich der Wettbewerbsstärke der deutschen und japanischen Automobilindustrie” promovierte und 2009 eine Ehrenprofessur der Tongji-Universität in Schanghai erhielt, kam mit Konzernerfahrungen nach Wolfsburg: Von 2002 an war er als Personalvorstand für die VW-Tochter Audi tätig. Zu weiteren beruflichen Stationen von Neumann, der bis 2007 Lebensgefährte der heutigen Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles war, gehörten neben der IG Metall, für die er von 1978 bis 1994 arbeitete, Gesellschaften des ThyssenKrupp-Konzerns. Aufsichtsratsmandate bekleidete der gebürtige Leverkusener bei den Motorenwerken Mannheim sowie bei Opel. Seine Laufbahn begann Neumann 1973 als Referent beim Wirtschaftssenator in Berlin. Am morgigen Donnerstag vollendet er sein 65. Lebensjahr.