Deutsche Börse sucht Nachfolger für Theodor Weimer
Nachfolgesuche für
Theodor Weimer startet
fed Frankfurt
Die Deutsche Börse beginnt damit, einen Nachfolger für den Spitzenposten des Unternehmens zu suchen. "Der Vertrag von Dr. Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse, läuft bekanntlich bis Ende 2024. Wir haben für die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger einen Prozess aufgesetzt, der den Grundsätzen einer guten Governance folgt", erklärte Aufsichtsratschef Martin Jetter auf Nachfrage und bestätigte damit eine Reuters-Meldung. Der Prozess der Nachfolgersuche laufe "geordnet und wie geplant". In dem Verfahren werde "mit internen und externen Kandidatinnen und Kandidaten gesprochen", betonte Jetter. Alles diene dem Ziel, "die bestmögliche Besetzung für die Nachfolge von Theodor Weimer zu finden."
Der 63 Jahre alte Weimer ist seit Anfang 2018 Vorstandsvorsitzender des Marktbetreibers. Der gebürtige Franke war zuvor neun Jahre als Vorstandschef für die Hypo-Vereinsbank, also für die Unicredit Bank Deutschland, tätig.
Finanzplatz mit der Börse versöhnt
Weimer ist es an der Spitze des Börsen-Vorstands nicht nur gelungen, sowohl die Nettoerlöse als auch den Gewinn der Deutschen Börse kräftig zu steigern, sondern auch den Finanzplatz mit der Börse wieder zu versöhnen, nachdem sich das Unternehmen zuvor durch Fusionspläne mit London und den Umzug der Zentrale nach Eschborn viel Kritik in der heimischen Financial Community eingehandelt hatte.
Thomas Book, im Vorstand zuständig für Trading und Clearing, und Stephan Leithner, im Vorstand zuständig für Pre- und Post-Trading, gelten in Frankfurt als mögliche interne Kandidaten für die Rolle des Vorstandschefs. Wie von Jetter unterstrichen, kommen aber auch externe Kandidaten in Betracht.