Vacheron soll Worldline zurück in die Gewinnzone führen
Vacheron soll Worldline
in die Gewinnzone führen
wü Paris
Er soll mit einem neuen Blickwinkel für frischen Wind sorgen. Wenn Pierre-Antoine Vacheron am 1. März die Leitung von Worldline übernimmt, erwartet ihn keine einfache Aufgabe. Zwar hat der Bezahldienstleister 2024 seinen Nettoverlust mehr als halbiert, doch unter dem Strich stand noch immer ein Minus von 297 Mill. Euro. Belastet wurde das Ergebnis neben Restrukturierungskosten über 203 Mill. Euro durch eine Wertminderung über rund 350 Mill. Euro für TSS, dem Geschäft mit Zahlungsterminals von Ingenico, das Worldline 2022 an Apollo verkauft hatte.
Der 59-jährige Vacheron kommt von der genossenschaftlichen Bankengruppe BPCE, wo er seit dem Jahr 2018 Chef der Payment-Sparte war. Davor hat der Manager acht Jahre lang die für Händler und Akquisitionen zuständige Einheit von Ingenico geleitet. Nachdem er seine Karriere zunächst im französischen Schatzamt begonnen hatte, war Vacheron für den später in EADS/Airbus aufgegangenen Luftfahrtkonzern Aérospatiale Matra für Fusionen und Akquisitionen verantwortlich; danach war er als Finanzvorstand für Alstom Marine und den Modeeinzelhändler Etam tätig. Vacheron löst jetzt Interimschef Marc-Henri Desportes ab.