EQS-Adhoc: Swiss Steel Group bleibt trotz anspruchsvollem Marktumfeld strategisch auf Kurs (deutsch)

EQS-Adhoc: Swiss Steel Group bleibt trotz anspruchsvollem Marktumfeld strategisch auf Kurs (deutsch)

Swiss Steel Group bleibt trotz anspruchsvollem Marktumfeld strategisch auf Kur

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Swiss Steel Holding AG / Schlagwort(e): Jahresergebni

Swiss Steel Group bleibt trotz anspruchsvollem Marktumfeld strategisch auf

Kur

19.03.2025 / 07:00 CET/CEST

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Emmenbrücke, 19. März 2025

* In einem nach wie vor sehr schwachen Marktumfeld ging der Absatz auf

vergleichbarer Basis¹ um 5,1 % zurück, von 1'112 Kilotonnen im Jahr 2023

auf 1'056 Kilotonnen im Jahr 2024

* Im Geschäftsjahr 2024 sank der Umsatz entsprechend um 14,3 % von EUR

2'837 Mio. im Jahr 2023 auf EUR 2'432 Mio.¹

* Das EBITDA verbesserte sich durch Einmaleffekte auf EUR -35,5 Mio.

(2023: EUR -102,2 Mio.)

* Zum Jahresende verringerte sich die Nettoverschuldung auf EUR 711,4 Mio.

gegenüber EUR 828,6 Mio. zum Vorjahresende, gestützt durch die

Kapitalerhöhung im April 2024

* Das Eigenkapital der Gruppe erhöhte sich infolge der Kapitalerhöhung auf

EUR 322,8 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 19,3 % per 31. Dezember

2024 entspricht

* Im ersten Quartal 2025 erzielte die Swiss Steel Group neue

Vereinbarungen mit ihren Finanzierungspartnern, um dem anhaltend

schwachen Marktumfeld zu begegnen und die weitere Umsetzung ihre

strategischen Fahrplans sicherzustellen

Vor dem Hintergrund einer globalen Konjunkturabschwächung, von der

insbesondere Europa betroffen war, hat die Swiss Steel Group ihre Strategie

konsequent weiterentwickelt, um ihre langfristige Stabilität zu sichern. Da

Jahr 2024 markierte das zweite Jahr in Folge mit einer industriellen

Rezession in Teilen Europas - mit spürbaren Auswirkungen auf die

industrielle Produktion, die trotz zuvor optimistischerer Prognosen weiter

zurückging. Die Automobilindustrie, wichtigster Kundensektor der Swiss Steel

Group, verzeichnete einen weiteren Nachfragerückgang; die Produktionszahlen

im europäischen Automobilsektor blieben deutlich unter dem

Vor-Pandemie-Niveau von 2019. Auch der deutsche Maschinen- und Anlagenbau

kämpfte mit Zurückhaltung bei Investitionen infolge wirtschaftlicher und

finanzieller Unsicherheiten.

Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte die Swiss Steel Group ihre

Marktanteile in den Divisionen Engineering Steel und Stainless Steel im

rückläufigen Marktumfeld ausbauen. Auf vergleichbarer Basis1 lag da

Absatzvolumen im Geschäftsjahr 2024 bei 1'056 Kilotonnen und damit 5,1 %

unter dem bereits schwachen Vorjahresniveau. Infolge des geringeren

Absatzvolumens sank der Umsatz um 14,3 % auf EUR 2'432 Mio.1

Als Reaktion auf die anhaltend schwache Marktlage hat die Swiss Steel Group

umfassende, bereits angekündigte Massnahmen umgesetzt, um ihre

Produktionsplanung anzupassen, Kosten zu senken und die operative Effizienz

zu steigern. Darüber hinaus wurden im November 2024 angekündigte

Kapazitätsanpassungen umgesetzt, mit dem Ziel, Personalbestand und

Produktionskapazitäten an die Marktnachfrage anzupassen und die langfristige

Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zu sichern. Diese Massnahmen beinhalten

unter anderem den geplanten Abbau von rund 800 Vollzeitstellen, der sich

vorwiegend auf europäische Produktionsstandorte sowie den Vertrieb in der

ersten Jahreshälfte 2025 auswirkt. Insgesamt verringerte sich die Anzahl der

Mitarbeitenden zum Jahresende 2024 gegenüber dem Vorjahr um 15,5 % auf 7'450

Beschäftigte - ein Grossteil davon ist auf Veränderungen im

Konsolidierungskreis der Gruppe zurückzuführen.

Parallel dazu hat Swiss Steel Group ihre strategische Roadmap im Rahmen von

„SSG 2025“ weiter vorangetrieben - mit strukturellen und operativen

Massnahmen zur Fokussierung auf das Kerngeschäft, zum Aufbau von Resilienz

und zur weiteren Entschuldung der Bilanz. Nachdem die Geschäftsleitung von

Ascometal im März 2024 gerichtlichen Schutz beantragt hatte, übergab die

Swiss Steel Group die Verantwortung für diese Gesellschaften, was zur

Ausbuchung der entsprechenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus der

Konzernbilanz führte. Im Anschluss an die Veräusserung mehrerer

Vertriebsgesellschaften im Jahr 2023 setzte die Gruppe ihre

Portfoliobereinigung fort und verkaufte ihre Aktivitäten in Portugal,

Argentinien, Kolumbien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ihre

ehemalige Konzernzentrale in Düsseldorf. Darüber hinaus wurde die

EBITDA-Verbesserung im Geschäftsjahr 2024 durch Effizienzgewinne in Einkauf

und Betrieb, konsequente Kostendisziplin sowie durch stabile bis wachsende

Marktanteile in unseren Kernsegmenten erzielt - trotz anhaltend hoher

Rohstoffkosten. Die Summe dieser Massnahmen führte zu einer Verbesserung de

EBITDA auf EUR -35,5 Mio. im Jahr 2024 (2023: EUR -102,2 Mio.).

Gestärktes Eigenkapital als Basis für künftiges Wachstum

Im Einklang mit unserem Strategieprogramm „SSG 2025“ haben wir im April 2024

unsere Eigenkapitalbasis gezielt gestärkt, um unsere Marktpräsenz wieder

auszubauen, sobald sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern.

Die Rekapitalisierung und Refinanzierung der Gruppe umfasste eine

Kapitalerhöhung mit Bruttoerlösen von rund 300 Mio. EUR sowie die

Verlängerung der wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen mit unseren

Finanzierungspartnern bis September 2028. In der Folge konnte die Bilanz der

Gruppe im ersten Halbjahr 2024 deutlich entschuldet werden. Weitere Beiträge

zur Reduktion der Nettoverschuldung um EUR 117,2 Mio. auf EUR 711,4 Mio. im

Geschäftsjahr 2024 stammten aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden am

ehemaligen Standort Düsseldorf sowie aus Veränderungen im

Konsolidierungskreis. Diese positiven Effekte wurden teilweise durch den

negativen Free Cashflow im Jahr 2024 kompensiert.

Zum Jahresende 2024 belief sich das Eigenkapital auf EUR 322,8 Mio.

(Vorjahr: EUR 234,4 Mio.). Die im April 2024 durchgeführte Kapitalerhöhung

führte - nach Abzug der Transaktionskosten - zu einem Anstieg de

Eigenkapitals um EUR 287,8 Mio. Dieser positive Effekt wurde durch da

negative Konzernergebnis in Höhe von EUR -197,2 Mio. teilweise aufgezehrt.

Die Eigenkapitalquote lag zum 31.12.2024 bei 19,3 % (31.12.2023: 12,1 %).

CEO Frank Koch kommentierte: «2024 war ein herausforderndes Jahr mit

schwierigen Marktbedingungen, aber auch ein Jahr substanzieller Fortschritte

- ein Zeichen dafür, dass unsere Gruppe insgesamt auf dem richtigen Weg ist.

Der Weg zur vollständigen Erholung braucht Zeit - entscheidend wird dabei

die Erholung unseres wichtigsten Marktes sein: der industriellen Produktion.

Unsere konsequente operative Disziplin bildet das notwendige Fundament, um

mit Resilienz auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Wir bleiben

fokussiert auf unsere strategischen Prioritäten - im Wissen, dass die in den

vergangenen Jahren geleistete Aufbauarbeit unser Fundament für künftigen

Erfolg ist.»

Im ersten Quartal 2025 hat Swiss Steel Group neue

Finanzierungsvereinbarungen mit ihren Finanzierungspartnern abgeschlossen,

um auf das anhaltend schwache Marktumfeld zu reagieren und die Umsetzung

ihrer strategischen Roadmap weiterhin sicherzustellen. Die Vereinbarungen

sehen unter anderem eine zusätzliche Kreditfinanzierung durch den

Mehrheitsaktionär GravelPoint Holding AG in Höhe von EUR 150 Mio. sowie eine

Verlängerung der wesentlichen Konzernfinanzierungen bis Dezember 2029 vor.

Der Abschluss der Transaktion ist - vorbehaltlich üblicher Bedingungen und

Dokumentation - für April 2025 vorgesehen.

Mit dem Eintritt ins Jahr 2025 bleibt Swiss Steel Group ihrem Kur

verpflichtet: operative Exzellenz, finanzielle Stabilität und die

konsequente Nutzung ihrer führenden Position im Bereich nachhaltiger

Stahlerzeugung zur langfristigen Wertschaffung. Während die Auftragseingänge

zu Jahresbeginn leichte Anzeichen einer Erholung zeigen, wird eine

nachhaltige Trendwende massgeblich von strukturellen Veränderungen im

europäischen Industriemarkt abhängen.

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1 Pro forma, d. h. unter Ausschluss von Ascometal.

Kennzahlen

Swiss Steel Group Einheit 2024 2023 in

%

Auftragsbestand Kiloton- 264 355 -

nen 25,6

Absatzmenge 1) Kiloton- 1'113 1'375 -

nen 19,1

Umsatz 2) Mio. 2'511,2 3'244,2 -

EUR 22,6

Durchschnittlicher EUR/t 2'256 2'363 -

Verkaufspreis 4,5

EBITDA Mio. - 35,5 - 102,2 65,3

EUR

EBITDA-Marge % - 1,4 - 3,2 -

EBIT Mio. - 136,6 - 199,8 31,6

EUR

Ergebnis vor Steuern Mio. - 212,7 - 287,7 26,1

EUR

Konzernergebnis Mio. - 197,2 - 294,8 33,1

EUR

Investitionen Mio. 94,2 114,3 -

EUR 17,6

Free Cash Flow Mio. - 173,3 85,4 -

EUR

Einheit 31.12.2024 31.12.2023 in

%

Nettoverschuldung Mio. 711,4 828,6 -

EUR 14,1

Eigenkapital Mio. 322,8 234,4 37,6

EUR

Verschuldungsgrad (Gearing) % 220,4 353,5 -

Nettoverschuldung/ber. EBITDA x n/a n/a -

LTM (Leverage)

Bilanzsumme Mio. 1'676,2 1'933,2 -

EUR 13,3

Eigenkapitalquote % 19,3 12,1 -

Mitarbeitende zum Stichtag Anzahl 7'450 8'812 -

15,5

Capital Employed Mio. 1'309,2 1'372,4 -

EUR 4,6

Einheit 2024 2023 in

%

Konzernergebnis/Aktie 3) EUR/CHF - -19.3/-18.- -

7,59/-7,23 8

Eigenkapital/Aktie 4) EUR/CHF 10.48/9.85 15,33/14,2- -

4

Höchst-/Tiefstkurs 5) CHF 18.80/1.17 0.230/0.06- -

0

1) Pro-forma, d.h. exklusive Ascometal: 2024: 1'056 kt; 2023: 1'112 kt (-

5,1%)

2) Pro-forma, d.h. exklusive Ascometal: 2024: 2'432 Mio. EUR; 2023: 2'837

Mio. EUR (- 14.3%)

3) Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem Konzernergebnis nach Abzug der auf

nicht beherrschende Anteile entfallenden Anteile. Das Ergebnis je Aktie

wurde rückwirkend angepasst, um die am 28. Mai 2024 durchgeführte

Aktienkonsolidierung im Verhältnis 200:1 widerzuspiegeln.

4) Per 31. Dezember 2024 und per 31. Dezember 2023. Zur Vergleichbarkeit

wurde das Konzerneigenkapital pro Aktie per 31. Dezember 2023 rückwirkend

angepasst, um die am 28. Mai 2024 durchgeführte Aktienkonsolidierung im

Verhältnis 200:1 widerzuspiegeln.

5) Höhere Aktienkurse in 2024 aufgrund der am 28. Mai 2024 durchgeführten

Aktienkonsolidierung im Verhältnis 200:1.

Für weitere Informationen:

Für Medienanfragen:

Anina Berger, anina.berger@swisssteelgroup.com, +41 41 581 4121

Für Analysten- / Investorenanfragen:

Burkhard Wagner, burkhard.wagner@swisssteelgroup.com, +41 41 581 4180

Medienmitteilung (PDF)

Geschäftsbericht (PDF / nur Englisch)

Nichtfinanzieller Bericht (PDF / nur Englisch)

Kennzahlen GJ 2024 (PDF)

Kennzahlen Fünf-Halbjahresübersicht (PDF)

Kennzahlen Fünf-Jahresübersicht (PDF)

Über Swiss Steel Group

Swiss Steel Group mit Hauptsitz in Luzern (Schweiz) ist einer der weltweit

führenden Hersteller von Speziallangstahlprodukten. Dank der

ausschliesslichen Verwendung von Stahlschrott in Elektrolichtbogenöfen ist

die Gruppe eines der relevantesten Unternehmen in Europa im Bereich der

Kreislaufwirtschaft und gehört zu den Marktführern im Bereich nachhaltig

produzierter Stahl - Green Steel. Swiss Steel Group verfügt über eigene

Produktions- und Vertriebsunternehmen in über 25 Ländern und bietet durch

ihre starke lokale Präsenz eine breite Palette individueller Lösungen in den

Bereichen Baustahl, Edelstahl und Werkzeugstahl an. Die Swiss Steel Group

ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz

von rund 2,5 Milliarden EUR mit etwa 7.500 Mitarbeitern.

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Ende der Adhoc-Mitteilung

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: Swiss Steel Holding AG

Werkstrasse 7

6020 Emmenbrücke

Schweiz

Telefon: +41 41 581 41 23

E-Mail: a.beeler@swisssteelgroup.com

Internet: www.swisssteel-group.com

ISIN: CH1351577726

Börsen: SIX Swiss Exchange

EQS News ID: 2102740

Ende der Mitteilung EQS News-Service

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2102740 19.03.2025 CET/CEST

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