JOST steigert Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2024 leicht und schlägt eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor

JOST steigert Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2024 leicht und schlägt eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor

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EQS-News: JOST Werke SE / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Dividende

JOST steigert Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2024 leicht und schlägt

eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor

26.03.2025 / 08:00 CET/CEST

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JOST steigert Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2024 leicht und schlägt

eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor

* JOST bestätigt vorläufige Ergebnisse: Prognose für das Geschäftsjahr

2024 erreicht

* Umsatzentwicklung innerhalb der Erwartungen: Umsatz bei 1.069 Mio. EUR

(2023: 1.250 Mio. EUR)

* Ergebnis nach Steuern steigt: Ergebnis nach Steuern steigt trotz

Umsatzrückgans auf 53 Mio. EUR unterstützt durch positive Sondereffekte

im Finanzergebnis (2023: 52 Mio. EUR)

* Bereinigtes Ergebnis je Aktie: Bereinigtes Ergebnis je Aktie beträgt

5,20 EUR (2023: 6,24 EUR)

* Starker Free Cashflow: Free Cashflow auf +115 Mio. EUR erhöht (2023:

+112 Mio. EUR)

* Dividendenvorschlag: Dividendenvorschlag stabil bei 1,50 EUR je Aktie

(2023: 1,50 EUR)

Neu-Isenburg, 26. März 2025. Die JOST Werke SE („JOST“), einer der weltweit

führenden Hersteller und Lieferanten von sicherheitsrelevanten Systemen für

die On- und Off-Highway Nutzfahrzeugindustrie, bestätigt heute im Rahmen der

Bilanzvorlage die am 18. Februar 2025 veröffentlichten vorläufigen

Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024.

Joachim Dürr, Vorstandsvorsitzender der JOST Werke SE, sagt: "Das Jahr 2024

war für JOST umsetzungsstark und zukunftsweisend. Wir haben unsere

Unternehmensstrategie umfassend weiterentwickelt und mit der Umsetzung

begonnen. Mit unseren ambitionierten globalen Wachstumsinitiativen werden

wir sowohl organisch als auch durch strategische Akquisitionen unser

Wachstum beschleunigen. Einen großen Schritt konnten wir mit dem Kauf von

Hyva - dem globalen Marktführer für Kippzylinder - bereits zu Beginn de

Jahres 2025 umsetzen. Neben unserem erfolgreichen Push-Pull-Vertriebsansatz

und unserem Asset-light-Geschäftsmodell, verstärken wir mit der Übernahme

von Hyva unsere markt- und produktseitige Resilienz. Damit schaffen wir

einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für unseren nachhaltigen Erfolg. Daher

blicke ich sehr optimistisch in das Jahr 2025. Wir möchten, dass unsere

Aktionäre an diesem Erfolg partizipieren, und schlagen deshalb der

Hauptversammlung eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor."

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Das Marktumfeld war im Geschäftsjahr 2024 in allen Regionen durch eine

zyklusbedingte Abkühlung der Nachfrage gekennzeichnet. JOST konnte sich

dieser Marktentwicklung nicht entziehen. Entsprechend ist der Konzernumsatz

marktbedingt um 14,4 % auf 1.069,4 Mio. EUR gesunken (2023: 1.249,7 Mio.

EUR). Positiv wirkten sich dabei Übernahmeeffekte in Höhe von 55,2 Mio. EUR

aus, die durch die Konsolidierung der Gesellschaften JOST Agriculture &

Construction South America Ltda. (vormals: Crenlo do Brasil) und LH Lift für

volle zwölf Monate entstanden sind (2023: vier Monate). Bereinigt um die

Übernahme- und Währungseffekte ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 um 18,3

% gegenüber dem Vorjahr gesunken.

JOST konnte trotz dieses starken Umsatzrückgangs die bereinigte EBITDA-Marge

mit 13,9 % gegenüber dem Vorjahr stabil halten (2023: 13,9 %). Da

bereinigte EBITDA ist um 14,4 % auf 148,1 Mio. EUR analog zum Umsatz

gesunken (2023: 173,1 Mio. EUR). Wie prognostiziert, ist das bereinigte EBIT

2024 etwas stärker als der Umsatz um 19,8 % auf 113,0 Mio. EUR

zurückgegangen (2023: 140,8 Mio. EUR). Dies ist maßgeblich auf die

Entwicklung der Abschreibungen zurückzuführen, die nicht im Einklang mit dem

Umsatz sinken konnten. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich deswegen auf

10,6 % (2023: 11,3 %).

Ergebnis nach Steuern und Dividendenvorschlag

Das Finanzergebnis hat sich 2024 um 17,3 Mio. EUR auf -4,0 Mio. EUR stark

verbessert (2023: -21,3 Mio. EUR). Diese Erhöhung ist überwiegend auf die

gute Entwicklung der US-Dollar-Derivate zurückzuführen, die JOST zur

Sicherung des Kaufpreises von Hyva im Oktober 2024 abgeschlossen hat, da der

Kaufpreis in US-Dollar zu leisten war. Der einmalige positive Sondereffekt

aus Währungsgewinnen betrug 14,3 Mio. EUR. Gegenläufig entstanden Kosten für

die Finanzierung des Kaufpreises in Höhe von 0,6 Mio. EUR.

Gleichzeitig ist die Ertragsteuer im Jahr 2024 aufgrund des umsatzbedingten

Ergebnisrückgangs auf 10,3 Mio. EUR gesunken (2023: 19,2 Mio. EUR). Da

Ergebnis nach Steuern erhöhte sich somit trotz des starken Umsatzrückgang

leicht um 0,6 % auf 52,6 Mio. EUR (2023: 52,3 Mio. EUR). Analog stieg da

Ergebnis je Aktie auf 3,53 EUR (2023: 3,51 EUR).

Bereinigt um diese positiven Sondereffekte im Finanzergebnis und um die

negativen nicht-operativen und nicht-liquiditätswirksamen Sondereffekte au

Abschreibungen der Kaufpreisallokation (PPA-Abschreibungen) sowie um die

einmaligen Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Hyva belief sich da

bereinigte Ergebnis nach Steuern im Jahr 2024 auf 77,4 Mio. EUR (2023: 93,0

Mio. EUR). Das bereinigte Ergebnis je Aktie reduzierte sich somit um 16,7 %

auf 5,20 EUR (2023: 6,24 EUR). Das Verhältnis von bereinigtem Ergebnis nach

Steuern zum Umsatz ist mit 7,2 % nahezu stabil geblieben im Vergleich zum

Vorjahr (2023: 7,4%).

Das Eigenkapital stieg um 6,1 % auf 405,5 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 382,2

Mio. EUR). Insgesamt verbesserte sich die Eigenkapitalquote um 2,4

Prozentpunkte auf 40,4 % und überschritt erstmalig die Marke von 40 % (31.

Dezember 2023: 38,0 %).

Obwohl durch die Übernahme von Hyva die Leverage-Ratio von JOST im Jahr 2025

zwischenzeitlich über dem strategischen Korridor von 2,0x liegen wird, haben

Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, für das Geschäftsjahr 2024 der

Hauptversammlung erneut eine Dividende in Höhe von 1,50 EUR je Aktie

vorzuschlagen, um die Aktionäre von JOST am erfolgreichen Geschäftsjahr 2024

partizipieren zu lassen (2023: 1,50 EUR). Dies entspricht eine Steigerung

der Ausschüttungsquote auf 29 % des bereinigten Ergebnisses nach Steuern

(2023: 24 %).

Robuste Finanzlage und starke Bilanz bilden eine sehr gute Basis für die

Finanzierung der Hyva-Übernahme

JOST konnte im Geschäftsjahr 2024 den starken Free Cashflow des Vorjahre

trotz des Umsatzrückgangs auf +115,1 Mio. EUR weiter steigern (2023: +112,3

Mio. EUR). Die Cash Conversion Rate (Verhältnis von Free Cashflow zum

bereinigten Ergebnis nach Steuern) ist auf 1,5 stark angestiegen und hat die

angestrebte Marke von 1,0 deutlich übertroffen (2023: 1,2). Diese

Verbesserung ist im Wesentlichen auf die erzielten Verbesserungen im Working

Capital zurückzuführen, das um 30,5 % auf 164,2 Mio. EUR gegenüber dem

Vorjahr deutlich gesunken ist (2023: 236,1 Mio. EUR). JOST konnte somit da

Verhältnis von Working Capital zum Umsatz auf 15,3 % gegenüber dem Vorjahr

deutlich verbessern (2023: 18,0 %).

Die Nettoverschuldung ist zum 31. Dezember 2024 insgesamt um 53,2 Mio. EUR

auf 127,5 Mio. EUR deutlich zurückgegangen (31. Dezember 2023: 180,7 Mio.

EUR). Durch diese sehr positive Entwicklung konnte JOST in einem

herausfordernden Marktumfeld trotz des umsatzbedingten Rückgangs de

bereinigten EBITDA die Leverage-Ratio stark verbessern. Sie ging auf 0,861x

zurück (31. Dezember 2023: 0,998x) und bildet eine sehr starke

Startposition, um die Finanzierung der Hyva-Übernahme durch Fremdkapital und

eigene Finanzmittel erfolgreich umsetzen zu können.

Oliver Gantzert, Finanzvorstand der JOST Werke SE, sagt: "Das Marktumfeld

war 2024 herausfordernd. Dennoch bin ich mit der finanziellen Entwicklung

von JOST sehr zufrieden. Wir haben das Jahr 2024 operativ sehr gut

gemeistert und waren in der Lage, den Umsatzrückgang durch die zügig

eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung größtenteils aufzufangen. Da gilt

es ein großes Lob an unsere Teams weltweit auszusprechen. Die sehr gute

Bilanz Ende 2024 und der starke Free Cashflow ebnen uns den Weg, um die

Übernahme von Hyva zügig finanziell zu verarbeiten. 2025 wird der Fokus im

Finanzbereich auf der Reduktion der durch die Übernahme gestiegenen

Schuldenlast liegen. Wir möchten bis Ende 2025 die Leverage-Ratio unter der

Marke 2,5x EBITDA halten."

JOST senkt den CO2-Austoß pro Produktionsstunde um mehr als die Hälfte

gegenüber dem Basisjahr 2020 und erreicht damit sein Reduktionsziel deutlich

schneller als antizipiert

JOST konnte bereits im Geschäftsjahr 2024 das Ziel, die Summe de

CO2-Ausstoße

pro Produktionsstunde aus Scope 1 und Scope 2 gegenüber dem Geschäftsjahr

2020 bis zum Jahr 2030 zu halbieren, nicht nur deutlich schneller al

ursprünglich antizipiert erreichen, sondern auch übertreffen. Gegenüber dem

Basisjahr 2020 konnte JOST 2024 den Ausstoß um 58,7 % auf 2,6 kg CO2 pro

Produktionsstunde entscheidend reduzieren (2020: 6,3 kg CO2 pro

Produktionsstunde). Absolut konnte JOST den CO2-Ausstoß gegenüber dem

Vorjahr ebenfalls um 9,5 % auf 24,8 Tausend Tonnen CO2 senken (2023: 27,4

Tausend Tonnen CO2). Dieser Erfolg ist das Ergebnis von Maßnahmen und

Investitionen zur Reduktion des konzernweiten Energieverbrauchs.

Gleichzeitig hat JOST den Anteil von erneuerbaren Energien am gesamten

Strommix auf 44,4 % weiter erhöht (2023: 36,6 %).

Mit Wirkung zum 1. Februar 2025 hat JOST Hyva übernommen und damit die

bisher größte Akquisition der Firmengeschichte durchgeführt. Mit Hyva

verfügt JOST über 14 weitere Produktionsstandorte weltweit sowie eine breite

Palette an neuen Produkten. Durch die Integration von Hyva wird sich die

Energie- und CO2-Bilanz im Jahr 2025 stark verändern. JOST wird deswegen da

Jahr 2025 als Basis nehmen, um neue Ziele für den Konzern bis zum Jahr 2030

zu verabschieden.

Ausblick

Gemäß den Erwartungen der Marktforschungsinstitute soll sich die Nachfrage

im Bereich Transport und Landwirtschaft sowie in der Bauwirtschaft im

Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr stabilisieren beziehungsweise

moderat wachsen.

Basierend auf diesen Markterwartungen und unterstützt durch die

Konsolidierung der zum 1. Februar 2025 übernommenen Hyva Gruppe erwartet

JOST für das Geschäftsjahr 2025, dass der Konzernumsatz um 50 % bis 60 %

gegenüber 2024 stark steigen wird (2024: 1.069,4 Mio. EUR). Das bereinigte

EBIT soll 2025 um 25 % bis 30 % gegenüber dem Vorjahr steigen (2024: 113,0

Mio. EUR). Das bereinigte EBITDA soll ebenfalls um 25 % bis 30 % gegenüber

2024 wachsen (2024: 148,1 Mio. EUR).

Der Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2024 inklusive

Nachhaltigkeitsbericht 2024 steht unter http://ir.jost-world.com/berichte

zur Verfügung. Die begleitende virtuelle Konferenz wird am 26. März 2025 um

11:00 Uhr MEZ stattfinden. Nach der Konferenz steht die Aufzeichnung auf der

Website von JOST zur Verfügung ( http://ir.jost-world.com).

Kontakt:

JOST Werke SE

Romy Acosta

Head of Investor Relation

T: +49 6102 295-379

romy.acosta@jost-world.com

Über JOST: JOST ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von

sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie. Unter der

Dachmarke JOST ist das umfangreiche Produktportfolio in Systeme für

On-Highway- (Transportindustrie) und Off-Highway-Anwendungen (Landwirtschaft

und Bauindustrie) gegliedert. Die international marktführende Position von

JOST wird durch die starken Marken JOST, Hyva, ROCKINGER, TRIDEC and Quicke

sowie durch die langfristigen, durch das globale Vertriebsnetz bedienten,

Kundenbeziehungen und durch das effiziente, wenig anlagenintensive

Geschäftsmodell untermauert. Das Unternehmen ist der weltweit führende

Hersteller für Sattelkupplungen, Stützwinden, landwirtschaftliche Frontlader

und Frontkippzylindern. Seit der Übernahmen von Hyva im Jahr 2025

beschäftigt JOST über 7.500 Mitarbeitende weltweit und hat Vertriebs- und

Produktionsstätten in über 35 Ländern auf sechs Kontinenten. Das Unternehmen

ist an der Frankfurter Börse notiert. Weitere Informationen über JOST finden

Sie hier: www.jost-world.com

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Telefon: +49 6102 2950

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E-Mail: ir@jost-world.com

Internet: www.jost-world.com

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