ROUNDUP: Immobilienkonzern Aroundtown mit Verlust - operatives Gewinnziel erhöht

ROUNDUP: Immobilienkonzern Aroundtown mit Verlust - operatives Gewinnziel erhöht

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown <LU1673108939> hat im ersten Halbjahr wegen einer erneuten Abwertung des Immobilienportfolios wieder rote Zahlen geschrieben. Der Verlust fiel aber deutlich geringer aus als noch vor einem Jahr. Das Tempo der Immobilienabwertung habe sich verlangsamt, teilte der MDax-Konzern <DE0008469008> am Mittwoch in Luxemburg mit. Das makroökonomische Umfeld und die Stimmung an den Transaktionsmärkten hätten sich verbessert. Für das operative Geschäft im laufenden Jahr wird das Unternehmen zuversichtlicher. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel deutlich zu.

Für den operativen Gewinn peilt das Aroundtown-Management 2024 nun 290 bis 320 Millionen Euro an. Das entspricht an beiden Enden der Spanne jeweils zehn Millionen Euro mehr. Das Unternehmen hat Analystin Stephanie Dossmann vom Investmenthaus Jefferies zufolge damit das Rentabilitätsziel um circa 3,5 Prozent erhöht. Sie hatte bislang eher mit einem Wert am unteren Ende der ursprünglichen Prognosespanne gerechnet. 2023 war das operative Ergebnis um acht Prozent auf 332 Millionen Euro gesunken.

Wie viele Konkurrenten ringt der Konzern nach Jahren des Immobilienbooms nun schon länger mit den hohen Zinsen und reagiert darauf unter anderem mit dem Verkauf von Immobilien. Seit Jahresanfang seien Verkäufe in Höhe von 475 Millionen Euro unterzeichnet worden und dies um den Buchwert, hieß es weiter. Immobilien im Wert von 340 Millionen Euro hätten in den ersten sechs Monaten den Besitzer gewechselt.

Wegen der Verkäufe fielen die Nettomieteinnahmen im ersten Halbjahr um ein Prozent auf 587,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn (FFO1) ging wegen höherer Kosten, vor allem für ewige Anleihen, um 12 Prozent auf 154,1 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich fiel wegen der geringeren Bewertung der Immobilien ein Verlust von 329,6 Millionen Euro an. Ein Jahr zuvor war ein Fehlbetrag von gut 1,3 Milliarden Euro angefallen. Im Gesamtjahr 2023 war das Unternehmen deutlicher in die Verlustzone gerutscht./mne/ngu/stk