Hauptversammlung

Primestone macht Drohung wahr

Der Aktionärsaktivist macht seine Drohung wahr und schlägt via Gegenantrag zwei eigene Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat vor.

Primestone macht Drohung wahr

Primestone macht
bei Brenntag ernst

Aktionärsaktivist bringt eigene AR-Kandidaten an den Start

ab Düsseldorf

Die Reaktion des britischen Investors Primestone auf die Einladung zur Hauptversammlung von Brenntag hat nicht lange auf sich warten lassen. Am Montag reichte der Investor, der nach eigenen Angaben mit mehr als 2% an dem Chemiedistributeur beteiligt ist, Gegenanträge ein, mit denen er zwei eigene Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat an den Start bringt. Für die Wahl in das Kontrollgremium schlägt der Investor Geoff Wild und Joanna Dziubak vor, wie aus einem von der Kanzlei Broich verfassten Brief an Brenntag hervorgeht.

Zugleich beantragt der Aktionärsaktivist, der Brenntag zur Abspaltung des Spezialitätengeschäfts bewegen will, die Amtszeit der in diesem Jahr zu wählenden Kontrolleure auf zwei Jahre zu begrenzen. Zur Begründung verweist Primestone darauf, dass verkürzte Amtszeiten den Kontrolleuren die Möglichkeit eröffneten, “die Interessen der Aktionäre besser wahrzunehmen”. Unter der Ägide des bestehenden Aufsichtsrats habe das Unternehmen sowohl mit Blick auf die Aktienkursperformance als auch hinsichtlich der operativen Entwicklung im Branchenvergleich unterdurchschnittlich abgeschlossen.

Mit den von Primestone zur Wahl gestellten Aufsichtsratskandidaten bekäme der Aufsichtsrat frische Perspektiven, gerade was die Fähigkeiten zum Adressieren der strategischen wie auch der Performance-Themen anbelange.

Zudem kündigt der Investor an, in der Hauptversammlung zu versuchen, dass über die eigenen Wahlvorschläge zuerst abgestimmt wird. Hierfür ist gemäß §137 AktG ein Quorum von 10% der Stimmen erforderlich.

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