Saxenhammer holt Jörg Schürmann für weitere Expansion
Die in Berlin ansässige, inhabergeführte M&A-Beratung Saxenhammer verstärkt sich personell. Gründer und Managing Partner Christian Saxenhammer hat Jörg Schürmann zum 1. Mai als Managing Director sowie Head of Real Estate M&A und Capital Advisory verpflichtet. Dadurch erweitert Saxenhammer, das neben klassischem auch Distressed M&A anbietet, das Angebotsspektrum um Immobilien.
Ausgewiesener Experte
Schürmann gilt als ausgewiesener Immobilienexperte und verfügt über 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen M&A, Eigenkapitalerhöhungen und Debt Advisory. Er hat für eine Reihe namhafter Arbeitgeber gearbeitet. Dazu zählen die UBS Investment Bank, Bank of America Merrill Lynch, JLL Corporate Finance, die M&A-Beratung Acxit (die heute zu Stifel gehört), IKB Deutsche Industriebank sowie zuletzt Deloitte Corporate Finance. Dort war er als Managing Director und Head of Real Estate Corporate Finance tätig. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter für Immobilienfinanzierung im Master-Studiengang an der TH Aschaffenburg.
„Der deutsche Immobilienmarkt braucht gerade sehr viel Kapital für Neu- und Refinanzierung.“
Bislang berate Saxenhammer bereits regelmäßig im Segment Real Assets, aber eher im Infrastrukturbereich, seien es Datencenter oder bei der Energieinfrastruktur. Die Mandate bewegten sich beim Verkaufswert meist in einer dreistelligen Millionenhöhe. Daran will Schürmann zum einen anknüpfen. Zum anderen sieht er in seinem Fachgebiet Immobilien besonderen Beratungsbedarf bei Restrukturierungen und Distressed Assets, außerdem in der Kapitalbeschaffung. „Der deutsche Immobilienmarkt braucht gerade sehr viel Kapital für Neu- und Refinanzierung und dabei sowohl Eigenkapital als auch Fremdkapital“, so Schürmann. Am Immobilienmarkt sieht er das Tal erreicht; Transaktionsvolumina seien zuletzt wieder leicht angestiegen.
Seit fast 20 Jahren am Markt
Saxenhammer selbst sammelte seine ersten M&A-Erfahrungen bereits mit 21, als er das Ingenieurbüro seiner Familie erfolgreich verkaufte. Nach seinem Studium stieg er bei der Restrukturierungsabteilung von Roland Berger ein. Kurz nach der Jahrtausendwende wechselte er zu Lincoln International, wo er als Managing Director die Special Situations Group leitete. 2006 gründete er dann seine eigene M&A-Boutique mit Fokus auf grenzüberschreitende M&A-Transaktionen im mittleren Größensegment. Er ist in den Rankings der aktivsten Berater regelmäßig vertreten.
Schürmann sei auch deswegen so ein guter „Fit“, da der Immobilienmarkt sehr mittelstandsdominiert ist, erklärt Schürmann, und Mittelstand ist seit jeher das Kernsegment von Saxenhammer. „Wenn sich die Situation am Markt bessert, werden wir wieder mehr Konsolidierung sehen“, so Schürmann, und genau da will er ansetzen. Zu Saxenhammer kommt er ohne Team. Das soll aber sukzessive aufgebaut werden. Zudem werde Schürmann mit den bestehenden Mitarbeitern crossfunktional zusammenarbeiten.
Die Wirtschaftsflaute der vergangenen Jahre schlage sich derzeit in keinem Einbruch der Deal-Aktivitäten nieder, sagt Saxenhammer. „Die Transformation der Wirtschaft ist nicht aufzuhalten, da steht M&A auf der Agenda.“ Die Nachfrage sei demnach hoch, nur die Prozesse dauerten länger und Bewertungen seien durchaus reduziert im Vergleich zu 2022 und 2023. Ein guter Zeitpunkt, um als M&A-Beratungshaus selbst in das weitere Wachstum zu investieren und sich im umkämpften Beratermarkt zukunftsfähig aufzustellen.
Erster Schritt ins Ausland
Ende 2024 eröffnete das Beratungshaus das erste Büro außerhalb Deutschlands in Zürich. Hierzulande ist es neben Berlin auch in Frankfurt und München vertreten. Schürmann werde von Frankfurt aus arbeiten. „Wachstum kommt im M&A über gute Personen und Expertenwissen“, sagt Saxenhammer. „Wir waren schon immer sehr umtriebig, das wollen wir fortsetzen.“ Die Konsolidierung von deutschen M&A-Beratungen verfolgt er aufmerksam. „Wir wollen das aktiv gestalten und eher zukaufen als uns aufkaufen zu lassen oder zu fusionieren“, so Saxenhammer.