Kryptobörse Bitpanda erhält Micar-Lizenz
Kryptoplattform Bitpanda
erhält Micar-Lizenz
BaFin erteilt auch Deutsche-Börse-Tochter Genehmigung
bg Frankfurt
Bitpanda hat als erste der großen europäischen Krypto-Plattform kurz nach Verabschiedung der Micar-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation) eine solche Lizenz erhalten. Wie das in Wien ansässige Unternehmen am Montag mitteilte, erfolgte die Lizenzvergabe für das in Wien ansässige Fintech über die BaFin. Dieser Meilenstein untermauere nicht nur den Status von Bitpanda als sicherste Krypto-Plattform Europas, sondern eröffne dem Unternehmen auch die Möglichkeit, seine Dienstleistungen in allen EU-Mitgliedstaaten unter einem einheitlichen Regulierungsrahmen anzubieten.
Geringere Kosten
Mit der Micar-Lizenz zeigt sich Bitpanda bereit, Synergien innerhalb der EU zu nutzen und den Wachstumskurs in diesem Jahr weiter zu beschleunigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Kundenzahl von 4 auf 6 Millionen gesteigert werden. "Wir machen Investieren für über 450 Millionen Menschen einfach und sicher – und schaffen damit ein riesiges Wachstumspotenzial in einem der größten Binnenmärkte der Welt,“ so Bitpanda-CEO Eric Demuth. Die Einführung eines einheitlichen Regulierungsrahmens reduziere nicht nur die operative Komplexität, sondern eröffne auch kosteneffiziente Wege zur Skalierung. Mit 17 bestehenden Lizenzen, darunter die E-Geld-Lizenz und die Mifid2-Lizenz, sind die Wiener für ein breites Leistungsportfolio aufgestellt.
Vorabgenehmigung für OKX
Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass auch die Deutsche-Börse-Tochter Crypto Finance die Lizenz erhalten hat. Die Vergabe erfolgte einer Mitteilung zufolge über die Bafin an die deutsche GmbH von Crypto Finance, die ihren Hauptsitz in Zürich hat. Ende vergangener Woche hatte mit OKX einer der großen ausländischen Kryptohändler über den Erhalt einer Micar-Vorabgenehmigung informiert. Damit werde OKX über seinen Hub im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) mit Sitz in Malta lokalisierte Kryptodienstleistungen für über 400 Millionen Europäer anbieten, sobald man im Besitz der vollen Micar-Lizenz ist. OKX hat weltweit über 60 Millionen Kunden und ist bereits über eine Lizenz der maltesischen Aufsicht MFSA tätig.
Niederlande auffällig schnell bei Lizenzvergabe
Zuvor hatte die Börse Stuttgart als erster deutscher Marktteilnehmer den Erhalt ihrer Micar-Lizenz verkündet. In den Niederlanden ging die Lizenzvergabe besonders schnell. Dort erhielten Moonpay, Bitstaete, ZBD und Hidden Road direkt am 30. Dezember Micar-Lizenzen - also dem ersten Tag, an dem die nationale NCA (National Competent Authority) zuständig und damit in der Lage war, über Lizenzanträge zu entscheiden.
Enge Fristen
Bei Notifizierungsverfahren nach Artikel 60 Micar hat die BaFin nach Eingang der Notifizierung 20 Arbeitstage für die Prüfung und Mitteilung, ob alle Informationen vollständig sind. Sind die Unterlagen nicht vollständig, so kann die BaFin diese nachfordern und für die Übermittlung der Informationen eine Frist von maximal 20 Arbeitstagen setzen, wobei diese Nachforderungsfrist eine fristhemmende Wirkung hat. Die Maximaldauer eines Verfahrens beträgt 60 Arbeitstage, sofern bis zum Ablauf des 60. Arbeitstages alle Unterlagen vollständig vorliegen.
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