Credit Suisse droht juristischer Ärger in den USA
Reuters London
Die vor der Übernahme stehende Schweizer Großbank Credit Suisse hat einer Untersuchung zufolge gegen eine Vereinbarung mit dem US-Justizministerium aus dem Jahr 2014 verstoßen. Wie Reuters berichtet, soll sie sehr wohlhabenden amerikanischen Bürgern weiterhin bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Mit ihrem Vorgehen habe das Institut den Steuerbehörden mehr als 700 Mill. Dollar vorenthalten, erklärte der Finanzausschuss des US-Senats am Mittwoch nach dem Abschluss von zweijährigen Erhebungen. Zu den Verstößen gehörte etwa das Versäumnis, geheime Offshore-Konten einer Familie amerikanischer Steuerzahler im Wert von fast 100 Mill. Dollar offenzulegen.
Die Credit Suisse erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, dass sie Steuerhinterziehung nicht dulde und mit den US-Behörden kooperiere.