Mehr Risikovorsorge

DZ Hyp dämpft Ergebniserwartungen

Die DZ Hyp hat 2024 ihr Ergebnisziel wie im Vorjahr übertroffen. Für dieses Jahr dämpft die Immobilienbank die Erwartungen. Kosten und Risikovorsorge dürften steigen.

DZ Hyp dämpft Ergebniserwartungen

DZ Hyp dämpft Ergebniserwartungen

Immobilienbank erwartet höhere Kosten und Risikovorsorge – Vorstand mit 2024 zufrieden

ste Hamburg

Die DZ Hyp zeigt sich mit Blick auf die Immobilienmärkte in diesem Jahr zuversichtlich gestimmt, rechnet aber auch damit, ihr deutlich über Planwert liegendes Ergebnis aus dem vorigen Jahr zu verfehlen. Mehrbelastungen werden durch steigende Kosten und Kreditrisikovorsorge erwartet. Die DZ Bank-Tochter geht in ihrem Geschäftsbericht 2024 von einem stark sinkenden ausschüttungsfähigen Ergebnis, einem erheblichen Rückgang der Eigenkapitalrentabilität sowie einem stark steigenden Aufwand-Ertrags-Verhältnis aus.

Neugeschäft wächst

Mit der Entwicklung der Bank im Berichtsjahr 2024 sei man angesichts der nach wie vor verhaltenen Marktlage „ausgesprochen zufrieden“, erklärte der DZ-Hyp-Vorstand mit Verweis auf einen robusten Kreditbestand. Das Neugeschäftsvolumen habe um rund 10% auf 9,5 Mrd. Euro zugelegt – vor allem getragen von einer Verdopplung des Neugeschäfts mit Privatkunden auf 1,5 Mrd. Euro. Insgesamt stieg das Volumen in der Immobilienfinanzierung, dem Geschäft mit Firmenkunden und Privatkunden um 540 Mill. auf 8,73 Mrd. Euro, die Finanzierung öffentlicher Kunden um rund 330 Mill. auf 768 Mill. Euro.

Geringere Margen avisiert

Für 2025 avisiert die DZ Hyp im Immobilienfinanzierungsgeschäft ein Neugeschäft von über 10 Mrd. Euro bei leicht sinkenden Margen. Die Prognose basiere auf der Annahme, dass es nicht zu wesentlichen wirtschaftlichen Verwerfungen komme, so das in Hamburg und Münster ansässige Institut. Es zählt mit einer Bilanzsumme von 77 Mrd. Euro zu den größten Immobilienbanken in Deutschland.

Dass die DZ Hyp Erwartungen für 2025 dämpft, führt sie im Geschäftsbericht zum einen auf die Prognose eines spürbar steigenden Verwaltungsaufwands zurück. Personal- und IT-Kosten würden aufgrund regulatorischer Anforderungen und der digitalen Transformation weiter zulegen. Zum anderen geht das Institut von einer deutlich höheren Kreditrisikovorsorge als im vergangenen Jahr aus.

Planwert erneut übertroffen

Das 2024 auf 245,8 (i.V. 210) Mill. Euro gestiegene ausschüttungsfähige Ergebnis übertraf erneut den Planwert. Es setzt sich aus einem auf 100 (55,4) Mill. Euro gestiegenen Gewinn nach Steuern, der Zuführung zu den Vorsorgereserven sowie auf 146 (155) Mill. Euro gesunkenen Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken zusammen. Erwartet wurden 180 (100) Mill. Euro. Ein weiterer Anstieg des Zinsüberschusses auf knapp 720 (711) Mill. Euro ging mit Wertberichtigungen einher, die deutlich unter den Planungen blieben. Die Nettozuführungen zu Einzelwertberichtigungen im Geschäftsfeld Firmenkunden und im privaten Immobilienkreditgeschäft fielen mit 79 (121) Mill. Euro auch geringer als im Vorjahr aus.

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