Frankfurt steigt aus der Top 10 ab
Frankfurt fällt aus den Top 10
„City of the Euro“ erreicht im globalen Finanzplatz-Ranking nur noch Platz 11
hip London
Frankfurt hat sich im globalen Finanzplatz-Ranking des Londoner Thinktanks Z/Yen Group nur kurz in der Top 10 gehalten. Wie der neuesten Ausgabe des Global Financial Centres Index zu entnehmen ist, rutschte die „City of the Euro“ auf Platz 11 ab. Mainhattan war das einzige kontinentaleuropäische Finanzzentrum unter den wichtigsten zehn der Welt. Im September vergangenen Jahres hatte sich die Hessenmetropole von Platz 13 auf Platz 10 verbessert.

Die Denkfabrik bringt die Rennliste alle sechs Monate auf den neuesten Stand. Sie erstellt das Finanzplatz-Ranking seit 2016 in Zusammenarbeit mit dem China Development Institute aus Shenzhen. New York befindet sich seit September 2018 in der Pole Position, gefolgt von London.
Rom ist größter Aufsteiger
Die chinesische Sonderwirtschaftszone Hongkong verdrängte zuletzt Singapur von Platz 3. Drei der Top 10 befinden sich in der Volksrepublik China, vier in den Vereinigten Staaten: New York, San Francisco, Chicago und Los Angeles. In der Spitzengruppe ist der Abstand zwischen den Wettbewerbern gering. Nur 28 Punkte trennen Frankfurt von der Heimatstadt der Wall Street, die 769 Punkte erhielt. Nur ein Punkt fehlt zu Platz 10.
Die größten Aufsteiger waren Rom, Stockholm, Wien und Monaco. Während sich die italienische Hauptstadt um 19 Plätze verbesserte, kletterten die schwedische und die österreichische um jeweils 16. Für das Fürstentum am Mittelmeer ging es um 15 Plätze nach oben. London hat in Europa allerdings nach wie vor die unangefochtene Führungsposition inne.
„Die Verfügbarkeit hoch qualifizierter Mitarbeiter ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Finanzzentren“, zitiert das jüngste Ranking einen Senior Vice President einer Tokioter Investmentfirma. „Qualifizierte Profis wie Finanzanalysten, IT-Experten und Regulierungsspezialisten treiben in den Finanzinstitutionen Innovationen und Effizienz voran.“
Durchwachsene Performance
Flexible Arbeitsmärkte ermöglichten einem Finanzzentrum die Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen und technischen Fortschritt, führte er weiter aus. „Zusammen schaffen diese Faktoren ein dynamisches und robustes finanzielles Umfeld, das globale Firmen und Investoren anzieht.“
Die deutschen Finanzplätze zeigten eine durchwachsene Performance. Für Berlin ging es um sechs Plätze nach oben auf Rang 37. Hamburg stieg von Rang 50 auf 45 auf. Für München ging es dagegen von Rang 45 auf 48 nach unten. Stuttgart stieg gleich um 13 Plätze auf Rang 66 ab.
Fintech-Ranking
Im Fintech-Ranking hielt sich New York auf Platz 1, gefolgt von London und Shenzhen. Die britische Metropole ist die einzige europäische Stadt in den Top 10. Berlin stieg von Rang 29 auf 25 auf. Für Frankfurt ging es von Rang 25 auf 34.
„Das Vertrauen in die führenden internationalen Finanzzentren bleibt stark“, sagte Michael Mainelli, der Chairman der Z/Yen Group. Die Rankings seien in hohem Maße stabil. Allerdings sei die aktuelle Version des Index vor Amtsantritt der neuen US-Regierung erstellt worden.
Dubai im Aufwind
Dubai war das Finanzzentrum, dem die meisten Umfrageteilnehmer zutrauten, an Bedeutung zu gewinnen.
Unter den 15 meistgenannten Orten befanden sich sieben in der Asien-Pazifik-Region und sechs in Nahost und Afrika.