Ifo-Preiserwartungen stagnieren

Dienstleister planen weniger Preiserhöhungen

Die Ifo-Preiserwartungen für Deutschland sinken im Februar nicht. Ermutigend dürfte für die EZB jedoch sein, dass Dienstleister weniger Preiserhöhungen anvisieren.

Dienstleister planen weniger Preiserhöhungen

Dienstleister planen weniger Preiserhöhungen

Gegenläufiger Trend in der Industrie und im Einzelhandel

mpi Frankfurt

Der Inflationsdruck in Deutschland bleibt erhöht, auch wenn Dienstleister weniger Preiserhöhungen planen als noch im Januar. Die Ifo-Preiserwartungen bleiben im Februar mit 19,4 Punkten nahezu konstant. Denn während Dienstleister weniger Preiserhöhungen anvisieren, gibt es in der Industrie und im Einzelhandel einen gegenläufigen Trend.

„Trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bleibt die Inflation in Deutschland vorerst über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank“, ordnet Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser die Umfrageergebnisse unter Unternehmen ein. Die EZB erwartet, dass sie ihr Inflationsziel von 2% im Laufe des Jahres nachhaltig erreichen wird.

Lohnwachstum lässt nach

Dafür wird es entscheidend sein, dass die Inflation im Dienstleistungssektor deutlich nachlässt. Insofern dürften die Ifo-Preiserwartungen bei der EZB trotz der Stagnation auf Wohlwollen stoßen. Die Prognose der Notenbank, dass sich die Inflation in diesem arbeitsintensiven Sektor abschwächt, wurde zuletzt auch durch Daten zur Entwicklung der Tariflöhne in der Eurozone gestützt.

Das Lohnwachstum sank im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,3 Prozentpunkte auf 4,1%. Doch auch dieser Wert liegt noch deutlich über dem, was mit dem Inflationsziel der EZB als vereinbar gilt. Dafür müsste sich das Lohnwachstum nach Ansicht vieler Ökonomen auf rund 3% abschwächen.

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