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Neil Siri wird Deutschland-Chef bei Interpath Advisory

Mit Neil Siri als Geschäftsführer und Robert von Finckenstein als Head of Debt Advisory will das HIG-Portfoliounternehmen Interpath Advisory sich in Deutschland etablieren. Zu Jahresbeginn hat das Beratungshaus bereits Kerkhoff Consulting übernommen.

Neil Siri wird Deutschland-Chef bei Interpath Advisory

Die auf Transaktionen, Finanzierung und Restrukturierung spezialisierte Unternehmensberatung Interpath Advisory hat Neil Siri zum Geschäftsführer in Deutschland berufen. Siri war zuvor mehr als 25 Jahre lang bei PwC und hat sich auf Private-Equity-Transaktionen spezialisiert, zuletzt war er Mitglied des globalen Deal Leadership Teams. Als Geschäftsführer von Interpath Deutschland und Leiter der DACH-Region wird er auch in das Exekutivkomitee der Interpath Group einziehen und dort das globale Private-Capital-Geschäft verantworten.

Interpath setzt auf Frankfurt und München

Während Siri von München aus arbeiten wird, soll Robert von Finckenstein von Frankfurt aus das Geschäft im Bereich Corporate Finance und Debt Advisory aufbauen. Er war bis Ende 2023 Managing Partner und Head of Debt Advisory & Restructuring bei Alantra, wo er das Geschäft in Deutschland mit aufgebaut und viele Jahre als Co-Geschäftsführer geleitet hat. Von Finckenstein hat über 30 Jahre Erfahrung im Investment Banking, zu seinen weiteren Stationen zählen die Dresdner Bank sowie Hauck & Aufhäuser.

Robert von Finckenstein war viele Jahre im Investmentbanking, zuletzt bei Alantra. Foto: Interpath

Interpath ist 2021 aus der früheren britischen Restrukturierungspraxis von KPMG entstanden. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungshaus hat die Einheit damals an den Finanzinvestor HIG Europe verkauft, um einer regulatorisch geforderten Trennung von Prüfungs- und Beratungsgeschäft nachzukommen. Die Einheit umfasste damals mehr als 20 Partner und gut 500 Beschäftigte und erhielt von HIG den neuen Namen Interpath Advisory.

Globale Gewinn- und Verlustrechnung

Interpath ist nach eigenen Angaben mittlerweile an 27 Standorten mit 1.000 Beratern aktiv, neben München und Frankfurt sind in dieser Woche auch Madrid und Barcelona hinzugekommen. Weitere internationale Büros sollen im Jahresverlauf folgen. Eine Besonderheit ist die finanzielle Struktur: Alle Beschäftigten von Interpath arbeiten dem Consulting-Haus zufolge auf eine gemeinsame, globale Gewinn- und Verlustrechnung, zu der alle Standorte und Geschäftsbereiche gleichermaßen beitragen.Für das Geschäftsjahr 2023/24, das am 31. März 2024 endete, vermeldete Interpath einen Umsatz von 164 Mill. Pfund, ein Plus von 15% im Vergleich zum Vorjahr. Der operative Gewinn lag bei knapp 27 Mill. Pfund.

Das Beratungshaus wächst auch durch Zukäufe, in Deutschland hat Interpath zu Jahresanfang das auf Einkauf und Supply-Chain-Management spezialisierte Beratungshaus Kerkhoff Consulting mit Büros in Düsseldorf in Wien übernommen. Die Transaktion soll das Angebot von Dienstleistungen zur finanziellen und operativen Wertsteigerung stärken.

Interpath will Consultants einstellen

Interpath will im deutschsprachigen Raum in erster Linie Unternehmen und Investoren aus dem gehobenen Mittelstand beraten. Dazu sollen „perspektivisch bis zu 25 weitere Senior Professionals“ im deutschsprachigen Raum eingestellt werden, die Teams in München und Frankfurt sollen auf 100 Professionals anwachsen. Aus der Kerkhoff-Übernahme hat Interpath bereits ein Team von 60 Beschäftigten übernommen.

Mit der Kerkhoff-Übernahme positioniert sich auch Interpath als eines der Häuser, das mit Private-Equity-Eignern im Hintergrund als aktiver Konsolidierer der mittelständisch geprägten Consulting-Szene auftritt. Die Unternehmensberatung H&Z hat nach dem Einstieg des Investors EMZ Partners unter anderem die Restrukturierungsberatung Haselhorst Associates übernommen, die Supply-Chain-Beratung Miebach hat sich nach dem Einstieg von Investcorp für Zukäufe geöffnet.

Neil Siri wird Deutschland-Chef bei Interpath

sar Frankfurt
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