Dax stabilisiert sich weiter
Der Dax kann sich am Dienstag nach Zugewinnen am Vortag weiter stabilisieren. Gegen Mittag lag der deutsche Leitindex mit rund 0,9% im Plus. Damit hat er einen Großteil der Verluste der vergangenen Woche wieder aufgeholt und bewegt sich bei rund 15.280 Punkten.
Größter Gewinner am Dienstagvormittag ist Chiphersteller Infineon. Das Unternehmen hatte seine Umsatz- und Gewinnprognose angehoben. Der Kurs legte rund 7,7% zu. Adidas und Vonovia gewannen je rund 2,5%. Auch die zuletzt schwer gescholtene Deutsche Bank kann Boden gutmachen und gewinnt rund 2,1%.
Den größten Verlust verzeichnen Papiere von Mercedes-Benz mit rund –1,6%, gefolgt von Siemens Healthineers (–0,9%) und Rheinmetall mit –0,8%.
Daten zum Verbrauchervertrauen gaben den Anlegern aber zumindest etwas Grund zum Optimismus: In Deutschland verbesserte sich das Konsumklima dank positiver Einkommenserwartungen zuletzt weiter, wenn auch auf niedrigem Niveau. Nun werden mit großer Spannung die am Donnerstag anstehenden vorläufigen Inflationsdaten aus Deutschland erwartet.
Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte legte ebenfalls zu und gewinnt rund 0,9% und nähert sich den 26.900 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um rund 1% auf mehr als 4.200 Zähler nach oben.
Auch Immobilien-Investor Aroundtown streicht Dividende
Der Immobilien-Investor Aroundtown streicht wie viele Konkurrenten nach massiven Wertverlusten in seinem Portfolio die Dividende. Der Wohnungs-, Hotel- und Büro-Eigentümer mit Sitz in Luxemburg begründete den Ausfall am Dienstag mit der wachsenden konjunkturellen Unsicherheit, die unabsehbaren Folgen des Marktumfelds auf die Bewertungen, höheren Finanzierungskosten und beschränktem Zugang zu den Kapitalmärkten. In dem Umfeld sei es besser, das Geld zusammenzuhalten. Für 2021 hatte Aroundtown noch 23 Cent je Aktie gezahlt, 2022 sollten es 23 bis 25 Cent werden. Am Mittwoch sackte der Kurs dann zeitweise prozentual zweistellig ab – wie schon am Vortag. Zuletzt betrug der Abschlag dann noch 7,1% auf 1,26 Euro. Damit nähert sich die Aktie der 1-Euro-Marke und somit dem Pennystock-Status. 2023 beträgt der Kursverlust inzwischen mehr als 40%.