Deutsche Bank steht auf FTX-Gläubigerliste
Die „Gläubigermatrix“ der Krypto-Pleitebörse FTX liest sich wie ein Who-is-Who der Wall Street: Von Goldman Sachs Group über J.P. Morgan Chase. bis zur Deutschen Bank stehen zahlreiche Top-Adressen in den Akten des Konkursgerichts. Daneben tauchen auf der Liste aber auch US-Regierungsstellen, nationale und internationale Wertpapieraufsichtsbehörden, andere große Kryptofirmen, Medien, große Tech-Unternehmen und eine Reihe von Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern auf.
Das bereits am Mittwoch eingereichte, 116 Seiten starke Dokument listet die FTX-Gläubiger detailliert auf und enthält Tausende von Einträgen, darunter prominente Finanzgrößen aus der ganzen Welt, die alle in irgendeiner Weise mit dem der Plattform des einstigen Krypto-Stars Sam Bankman-Fried verbunden sind. Die Namen von Einzelpersonen auf der Liste sind geschwärzt. Sie gibt auch keinen Aufschluss über Art und Umfang etwaiger Schulden. Ein Eintrag in der Liste bedeutet nicht, dass das genannte Institut in Bezug auf FTX in hohem Maße engagiert ist.
Die Liste „ist zu Servicezwecken sehr weit gefasst und umfasst Parteien, die aus einer Vielzahl von Gründen in den Büchern und Aufzeichnungen des Schuldners auftauchen können“, schrieben die Anwälte von FTX in einer Erklärung, die am Donnerstag beim Konkursgericht eingereicht wurde. „Goldman Sachs hat keine Forderung gegen die Schuldner angemeldet“, erklärte ein Sprecher der Bank. „Diese Art von Gläubigermatrix wird von den Schuldnern zu dem Zweck erstellt, interessierte Parteien in einem Insolvenzverfahren zu informieren und ist nicht notwendigerweise ein Beleg für eine Gläubigerbeziehung.“ Ein Vertreter der Deutschen Bank sagte ebenfalls, das Institut habe keine Kreditengagements gegenüber FTX. Sprecher von J.P. Morgan Chase und Wells Fargo wollten sich nicht zum Thema äußern.