BASF erwartet 2025 höheres Ergebnis
Der Chemiekonzern BASF hofft nach dem Gegenwind im vergangenen Jahr auf ein deutlicheres Ergebniswachstum 2025. Für dieses Jahr rechnet BASF mit einem bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) von 8,0 bis 8,4 Mrd. Euro, wie das Ludwigshafener Unternehmen am Freitag mitteilte. Das entspräche einem Zuwachs von bis zu 6,9 %. Analysten hatten zuletzt 8,43 Mrd. erwartet. Zum Ergebnisanstieg sollen alle Segmente beitragen – mit Ausnahme des Basischemikalien-Geschäfts, das durch höhere Fixkosten durch die Inbetriebnahme des neuen Verbundstandorts in China und Wartungsabstellungen belastet wird.
BASF hatte bereits im Januar vorläufige Eckdaten für 2024 veröffentlicht. 2024 stieg das bereinigte Ergebnis um 2,4 % auf 7,858 Mrd. Euro, blieb aber unter der ursprünglich prognostizierten Spanne von 8,0 bis 8,6 Mrd. Euro. Der Umsatz sank wegen niedrigerer Verkaufspreise und negativer Währungseffekte auf 65,3 (2023: 68,9) Mrd. Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen zwar auf 1,3 Mrd. nach 225 Mill. Euro im Vorjahr. Die Aktionäre müssen sich gleichwohl auf eine reduzierte Dividende von 2,25 (2023: 3,40) Euro je Aktie einstellen. BASF stellte aber Aktienrückkäufe in Aussicht.
Vorstandschef Markus Kamieth hatte im September Sparmaßnahmen und einen Konzernumbau angekündigt, um das weltgrößte Chemieunternehmen wieder auf Kurs zu bringen. „Wir sind auf gutem Weg, die angestrebten jährlichen Einsparungen von 2,1 Mrd. Euro bis Ende 2026 zu erreichen“, erklärte Finanzchef Dirk Elvermann. Im Stammwerk Ludwigshafen erwägt BASF die Schließung weiterer Anlagen. Geschäftsbereiche sollen teilweise verkauft und das Agrargeschäft an die Börse gebracht werden. Die Vorbereitungen für den geplanten Börsengang der Sparte Agricultural Solutions sollen bis 2027 abgeschlossen sein. Neben der Agrarsparte zählt der Vorstand auch die Batteriematerialien, das Coatings-Geschäft sowie die Auto-Abgaskatalysatoren nicht mehr zum Kerngeschäft und prüft für diese Bereiche strategische Optionen. Erst kürzlich gab der Konzern den Verkauf seines brasilianischen Geschäfts mit Bautenanstrichmitteln für 1,15 Mrd. Dollar an den US-Farbenkonzern Sherwin-Williams bekannt.