Deutschland fällt bei Industrie 4.0 zurück
Vernetzte Produktion
Deutschland fällt bei Industrie 4.0 zurück
sar Frankfurt
Der Einsatz digital vernetzter Technologien in der Produktion gehört für die Mehrzahl der Industrieunternehmen zum Alltag. Mehr als 70% haben Industrie-4.0-Anwendungen im Einsatz, zeigt eine Befragung des Digitalbranchenverbands Bitkom unter mehr als 550 Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten in Deutschland. Ein weiteres Fünftel der Betriebe plant den Einsatz von Industrie 4.0. „Unternehmen, für die Industrie 4.0 gar kein Thema ist, gibt es faktisch nicht“, so die Einordnung des Bitkom.

Entsprechend sagen 96% der Befragten, Industrie 4.0 sei unverzichtbar, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Allerdings fällt Deutschland nach Einschätzung der Unternehmen im internationalen Wettbewerb zurück. Auf die Frage, welche Nation bei Industrie 4.0 derzeit führend sei, nennen nur noch 12% Deutschland. Bei einer Befragung 2019 hielten noch 28% das eigene Land für führend, drei Jahre später waren es schon nur noch 16%.
China setzt sich bei Industrie 4.0 an die Spitze
Im Gegensatz dazu hat China sich in den Augen der Unternehmen bei Industrie 4.0 mittlerweile an die Spitze gesetzt: Bezeichneten 2019 erst 9% der Befragten China als führende Nation, sind es mittlerweile schon 26%. Damit hat China sich im Ranking der Nationen vor den USA auf den ersten Platz geschoben.
Bei der Nutzung künstlicher Intelligenz ist die Unternehmenslandschaft noch gespalten. Am häufigsten wird die Technologie für Analysen genutzt. Knapp ein Drittel der Befragten setzt KI bereits ein, weitere 42% planen dies. Allerdings sagt jedes zweite Unternehmen von sich, beim Einsatz von KI erst einmal abwarten zu wollen, welche Erfahrungen andere machen. 42% sagen, es fehle ihnen an Expertise, um künstliche Intelligenz in die Prozesse einzubinden.