Kriselndes Batterie-Unternehmen

Northvolt verkauft Teilgeschäft an Scania

Northvolt trennt sich vom Schwerindustrie-Geschäft. Dieses geht an den Northvolt-Kunden Scania, der zur VW-Tochter Traton gehört.

Northvolt verkauft Teilgeschäft an Scania

Northvolt verkauft Geschäftsteile
an Scania

Reuters Stockholm

Der angeschlagene schwedische Batteriezellhersteller Northvolt hat sein Geschäft mit Batteriepacks für die Schwerindustrie verkauft. Northvolt Systems Industrial werde nach dem Verkauf den Betrieb aufrechterhalten und die für das laufende Jahr erhaltenen Aufträge erfüllen, teilte Northvolt am Dienstag mit. Käufer des Geschäfts ist der Northvolt-Kunde und Geldgeber Scania. Der schwedische Lkw-Hersteller, der zur Volkswagen-Tochter Traton gehört, bestätigte die Übernahme und erklärte, die Anlage werde in die Motorensparte eingegliedert. Zum Kaufpreis äußerten sich die Unternehmen nicht.

Northvolt fokussiert das Geschäft

Northvolt galt einst als größter Hoffnungsträger für den Aufbau einer Batteriezellfertigung in Europa, musste sich im November 2024 jedoch unter US-Gläubigerschutz flüchten. Das Unternehmen trennt sich nun von Geschäftsbereichen und konzentriert sich auf sein Batteriezellwerk in Skelleftea im Norden Schwedens. Zuletzt wurden Anlagen an Norsk Hydro und an Volvo Cars abgegeben.

Die nun verkaufte Northvolt Systems Industrial ist seit 2019 in Betrieb. Die rund 300 Mitarbeiter fertigen Batteriemodule, die unter anderem in Baumaschinen oder Bohranlagen zum Einsatz kommen. Die Sparte gehört zu den wenigen Geschäftsbereichen von Northvolt, die profitabel sind.