Lloyd’s of London rutscht in die roten Zahlen
hip London
Lloyd’s of London hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Vorsteuerverlust von 769 Mill. Pfund gezeigt. Dazu trugen einer Pressemitteilung zufolge neben Schadensereignissen wie Hurrikan „Ian“ in den USA und dem Krieg in der Ukraine in erster Linie nicht realisierte Buchverluste aus der Mark-to-Market-Bewertung von Anleihen im Volumen von 0,8 Mrd. Pfund bei. Der größte und älteste Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt der Welt geht davon aus, dass sich diese Buchverluste in den kommenden Jahren umkehren werden.
Die Combined Ratio, mit der Schadensaufwendungen und Kosten ins Verhältnis zu den Einnahmen gestellt werden, verbesserte sich auf 91,9 (i. V. 93,5) %. Quoten unter 100 % bedeuten Zeichnungsgewinne. Die Bruttoprämieneinnahmen erhöhten sich auf 46,7 (39,2) Mrd. Pfund. Dabei stiegen die Preise um 8 %. Sie haben sich damit 20 Quartale in Folge nach oben entwickelt. Die Solvenzquote stieg auf 412 (388) %. Für 2023 erwartet CEO John Neal einen Anstieg der Bruttoprämieneinnahmen auf 56 Mrd. Pfund, eine Combined Ratio von weniger als 95 % und eine Kapitalrendite von mehr als 3 %, „was uns in die Lage versetzt, Kunden in den ungewissen Zeiten zu unterstützen, die vor uns liegen“. 2022 hatten die Anlagen einen Verlust von 3,1 Mrd. Pfund gebracht.