Signal Iduna will aus eigener Kraft wachsen
Signal Iduna will aus eigener Kraft wachsen
ste Hamburg
Die Versicherungsgruppe Signal Iduna setzt auch nach dem in diesem Jahr anstehenden Wechsel an der Unternehmensspitze auf Wachstum aus eigener Kraft. „Das ist uns in den vergangenen Jahren gelungen, das wird uns auch in den nächsten Jahren gelingen“, betonte Ulrich Leitermann, der zur Jahresmitte den Posten als Vorstandsvorsitzender abgeben wird und den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen soll, in einem Pressegespräch am Donnerstagabend in Hamburg.
Ob es zu weiteren Fusionen wie im vergangenen Jahr zwischen Barmenia und Gothaer kommen werde, sei offen. Angesichts der steigenden Anforderungen an die Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebs seien aber in der Branche „Kooperationsüberlegungen im größeren Umfang“ nicht auszuschließen, sagte Leitermann, der seit 2013 Vorsitzender der Vorstände der 1999 durch Fusion entstandenen Signal-Iduna-Gruppe ist. Einzelne Unternehmen könnten an die Grenze ihrer Kapazitäten und finanziellen Möglichkeiten stoßen, um die Anforderungen zu erfüllen.
Weitere Wertberichtigungen
Für die Signal Iduna komme ein Zusammenschluss nicht in Betracht. Mit der heutigen Organisationsstruktur passe man auch strukturell zu keinem anderen Versicherer. Bis 2030 strebt die im Handwerk verankerte Signal Iduna Beitragseinnahmen von 10 Mrd. Euro an. Im vergangenen Jahr sei das 2018 ursprünglich bis 2023 avisierte Beitragsziel von 7 (i.V. 6,65) Mrd. Euro erreicht worden, so Leitermann. Dabei sei das aus dem Jahr 2004 stammende beste Vertriebsergebnis in der Firmengeschichte übertroffen worden. Der Jahresbeitrag aus dem Neugeschäft liege bei 400 Mill. Euro.
Details zum Jahresabschluss 2024 soll es am 3. Juni geben. Leitermann ließ durchblicken, dass man nach 234 Mill. Euro im Jahr 2023 weitere Wertkorrekturen auf das Engagement bei der insolventen Immobiliengruppe Signa von voraussichtlich 100 Mill. Euro vornehmen werde.