Märkte am Abend

Dax zeigt nach Tag der Erholung schon wieder Schwäche

Nach der Erholung vom Vortag hat der Dax am Mittwoch schon wieder spürbar nachgegeben.

Dax zeigt nach Tag der Erholung schon wieder Schwäche

Finanzmärkte

Dax zeigt nach Tag der Erholung schon wieder Schwäche

Nach wie vor hohe Verunsicherung wegen US-Zöllen

ku Frankfurt

Nach den kräftigen Kursanstiegen des Vortags hat der Dax am Mittwoch schon wieder Schwäche gezeigt. Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von 1,2% bei 22.839 Punkten. Am Markt hieß es, dass sich viele Akteure momentan zurückhielten, weil immer noch nicht klar sei, was an Belastungen durch die neuen amerikanischen Einfuhrzölle noch auf die Unternehmen im Dax zukämen. Daher sei − sofern es keine positiven Nachrichten aus dieser Richtung gebe − vorerst nicht mit einer Rückkehr zum Allzeithoch des Dax aus der vergangenen Woche von 23.476 Punkten zu rechnen.

Rheinmetall legen zu

Im Dax zeigten sich Rheinmetall fest mit einem Aufschlag von rund 3%. Die Aktie blieb aber deutlich unter ihrem kürzlich markierten Rekordhoch, das Gewinnmitnahmen auslöste. Im SDax waren ProSiebenSat1 in etwa gegenübere Vortag unverändert. Zwar haben die Analysten von Goldman Sachs die Aktie wegen schwacher fundamentaler Daten zum Verkauf empfohlen. Allerdings gibt es neue Übernahmespekulationen. Danach soll der Fernsehkonzern MediaForEurope ein Übernahmeangebot prüfen und dieses schon bald vorlegen.

Jost Werke hoffen auf besseres Jahr

Jost Werke verbesserten sich um rund 5%. Der Nutzfahrzeugzulieferer erwartet nach einem Einbruch im abgelaufenen Jahr 2024 für 2025 wieder ein besseres Geschäft. Auch wegen der Übernahme des Hydraulik-Spezialisten Hyva rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg um 50 bis 60%. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen soll um 25 bis 30% klettern. Die Nachfrage in den Bereichen Transport und Landwirtschaft sowie in der Bauwirtschaft werde sich entweder stabilisieren oder sogar moderat zulegen.

Aroundtown kehrt in Gewinnzone zurück

Der Immobilienkonzern Aroundtown zeigte sich am Morgen zunächst schwach. Der Kurs drehte dann jedoch und die Aktie beendete den Handel mit einem Plus von fast 4%. Der Gewerbeimmobilien-Spezialist meldete für 2024 eine Rückkehr in die Gewinnzone, rechnet 2025 aber mit einem erneuten Minus des operativen Ergebnisses. Analysten sprach von robusten Zahlen und einem positiven Ausblick.

Am Devisenmarkt zeigte sich der Greenback praktisch unverändert. Marktteilnehmer verwiesen auf die anhaltende Unsicherheit wegen der Importzollpolitik der US-Regierung. Der Euro verharrte bei knapp unter 1,08 Dollar. Die japanische Währung gab um 0,4% auf 150,50 Yen je Dollar nach.

Spürbarer Anstieg des Ölpreises

Der Preis der wichtigsten Rohölsorte Brent Crude legte weiter um 1,1% auf 73,89 Dollar je Barrel zu. In der Spitze erreichte die Notierung 74 Dollar. Bei den Marktteilnehmern geht die Sorge um, dass die Ankündigung neuer Sanktionen gegen Venezuela das Angebot an Rohöl weiter verknappen könnte. Am Montag hat Trump eine Anordnung unterzeichnet, gemäß der gegen sämtliche Länder, die Öl aus Venezuela kaufen, ein US-Einfuhrzoll von 25% verhängt wird. Derzeit ist China ein bedeutender Käufer venezolanischen Öls. Analysten erwarten, dass die neuen US-Sanktionen die venezolanische Förderung von derzeit rund 800.000 Barrel pro Tag um die Hälfte drücken könnten.