US-Wirtschaft

Frühindikatoren signalisieren Konjunkturschwäche

Wachsender Pessimismus unter Verbrauchern sowie die Auftragsflaute in der Industrie lasten auf der US-Wirtschaft und deuten auf Konjunkturschwäche hin.

Frühindikatoren signalisieren Konjunkturschwäche

det Washington

Der Rückgang der Frühindikatoren liefert einen weiteren Hinweis für die sich abzeichnende Konjunkturschwäche in den USA. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, gaben die Frühindikatoren im Februar um 0,3% nach. Erwartet hatten Bankvolkswirte einen Rückgang um 0,2%. Im Januar war der Index um 0,2% abgerutscht. „Die Zahlen deuten auf weiteren Gegenwind für die Wirtschaft hin“, sagte Conference Board Ökonomin Justyna Zabinska-LaMonica. 

Negativ schlug insbesondere der Rückgang der Verbrauchererwartungen zu Buche, betonte Zabinska-LaMonica. Auch lastete der Rückgang der Neuaufträge im verarbeitenden Gewerbe auf dem Index. Im Januar waren die Bestellungen noch gestiegen. „Angesichts der erheblichen politischen Unsicherheit in Washington und dem spürbaren Rückgang des Verbrauchervertrauens sowie der Konsumausgaben rechnen wir jetzt für das laufende Jahr mit einer Wachstumsrate von 2,0%“, sagte die Ökonomin. Im vergangenen Jahr hatte die US-Wirtschaftsleistung um 2,9% zugelegt.

Schrumpfendes Defizit

Unterdessen schrumpfte das US-Leistungsbilanzdefizit im Schlussquartal 2024 um 2,0% auf 303,9 Mrd. Dollar. Die Warenausfuhren stiegen dem Bureau of Economic Analysis (BEA) des Handelsministeriums zufolge um 38,0 Mrd. Dollar. US-Unternehmen verkauften im Ausland insbesondere mehr Flugzeugtriebwerke und Teile, Computer sowie andere Investitionsgüter. Dem stand aber eine Steigerung der Importe um 187,7 Mrd. Dollar gegenüber. 

Deutlich höhere Einfuhren stellte das BEA sowohl bei Investitionsgütern als auch Konsumgütern fest, unter anderem bei medizinischen und pharmazeutischen Waren. Bei Primäreinkommen schlug der Fehlbetrag vom dritten Quartal in einen Überschuss um. Auch stieg der US-Überschuss im Handel mit Dienstleistungen. Der Anteil des Leistungsbilanzdefizits am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Schlussquartal von 4,2% auf 4,1%.   

Lichtblick Eigenheimmarkt

Für einen Lichtblick sorgte immerhin der Immobilienmarkt. Wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) berichtete, stiegen im Februar die Verkäufe bestehender Eigenheime gegenüber dem Vormonat um 4,2%. Im Januar hatte die NAR einen Rückgang um 4,7% gemeldet. Auf Jahressicht gab die Zahl der Immobilien, die den Eigentümer wechselten, um 1,2% nach. „Käufer melden sich wieder zurück“, sagte NAR-Chefvolkswirt Lawrence Yun. „Zwar sind die Zinssätze kaum verändert, aber das zusätzliche Angebot und die größere Auswahl haben die Nachfrage wiederbelebt.“

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