Festnahme und Durchsuchungen wegen Verdacht auf Insiderhandel
Das Bundeskriminalamt, die BaFin und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermitteln gegen fünf Personen aufgrund des Verdachts des Insiderhandels, ein Mann wurde festgenommen. Das haben die Behörden am Donnerstagmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gegeben. Demnach haben die Beschuldigten, die zwischen 41 und 82 Jahre alt sind, „nicht öffentlich zugängliches Sonderwissen unbefugt für den Erwerb von Aktien und Derivaten verwendet“ und damit Erlöse in zweistelliger Millionenhöhe erzielt.
Einer der Beschuldigten soll Informationen über bevorstehende Übernahmeangebote verschiedener Unternehmen an die vier anderen in den Jahren 2017 bis 2021 unbefugt weitergegeben haben, diese sollen dann auf Basis dieser Informationen Handelsentscheidungen getroffen haben. Zur Anzeige gebracht wurde der Vorgang durch die BaFin, welche auch von Beginn an in die Ermittlungen involviert war.
Bereits am 17. und 18. Januar 2023 wurden in Frankfurt, München und dem Großraum München mehrere Objekte durchsucht, ein 47-jähriger Deutscher wurde vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 18. Januar in Untersuchungshaft.
Am 25. und 26. Januar wurden weitere Objekte in Großbritannien und Österreich durchsucht. Laut den Behörden konnten zahlreiche Beweismittel sichergestellt werden, die aktuell ausgewertet werden.
Nähere Angaben zu den Hintergründen der Beschuldigten oder zu den betroffenen Unternehmen machten die Behörden mit Verweis auf eine mögliche Gefährdung der laufenden Ermittlungen nicht.