Demire Deutsche Mittelstand Real Estate gerät in Schieflage
Demire gerät in Schieflage
Bloomberg Frankfurt
Die Demire Deutsche Mittelstand Real Estate AG und ihre Gläubiger rüsten sich für Verhandlungen zur Schuldenrefinanzierung. Der Gewerbeimmobilienvermieter, der mehrheitlich dem Finanzinvestor Apollo gehört, muss bis Oktober 2024 in einem schwieriger werdenden Finanzierungsumfeld Anleihen mit einem rund 500 Mill. Euro refinanzieren. Demire hat dem Vernehmen nach die Investmentbank Rothschild als Berater angeheuert. Auch auf die Anleihegläubiger kommen bereits potenzielle Berater zu, die ihnen in den Verhandlungen zur Seite stehen wollen, heißt es bei Insidern. Rothschild wollte sich dazu nicht äußern. Demire und Apollo reagierten nicht auf Anfragen. Demire gehören Gewerbeimmobilien — überwiegend Büros und Einzelhandel — in mittelgroßen deutschen Städten im Marktwert von 1,6 Mrd. Euro. Im Oktober 2024 wird ein Bond im Umfang von rund 500 Mill. Euro fällig.
Demire leidet unter dem Einbruch der Immobilienbewertungen. Der gescheiterte Verkauf der Leipziger Logistikimmobilie LogPark, der rund 120 Millionen Euro hätte einspielen sollen, erhöhte den Druck auf das Unternehmen weiter. Moody’s Investors Service hat daraufhin seine Bewertung auf Caa1 herabgestuft.
Demire hat auch andere Möglichkeiten zur Verringerung seiner Schuldenlast erkundet. So kaufte die Firma im April 51 Millionen Euro der 2024 fälligen Anleihe am Sekundärmarkt zurück. Laut dem Halbjahresbericht von Demire hält Apollo rund 59% der Aktien, während rund 32% von der Wecken Group gehalten werden.