Softbank baut KI-Portfolio mit Zukauf von Ampere aus
Softbank baut
KI-Portfolio aus
Technologieinvestor kauft für 6,5 Mrd. Dollar den Chip-Designer Ampere
mf Tokio
Die japanische Softbank Group kauft den Chipdesigner Ampere Computing. Die Erweiterung des KI-Portfolios lassen sich die Japaner 6,5 Mrd. Dollar in bar kosten. Dabei werden die größten Investoren des Start-ups, Oracle und Carlyle Group, ihre jeweiligen Anteile abgeben.
Mehr Kooperation mit Arm
In den vergangenen Monaten arbeitete der von Masayoshi Son geführte Investor Softbank bereits eng mit dem ChatGPT-Betreiber OpenAI zusammen, um eine größere Rolle bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz zu spielen. Son stieg bei OpenAI mit eigenem Kapital ein, gründete mit OpenAI und Microsoft das Stargate Project für den Bau von KI-Rechenzentren in den USA und hob das Joint Venture Cristal für die Entwicklung von KI-Anwendungen für Firmenkunden aus der Taufe.
Softbank betrachtet die Chipdesigner von Ampere offenbar als Ergänzung zu ihrer britischen Tochtergesellschaft Arm. Dieser Chipdesigner entwirft bisher vor allem Blaupausen von energieeffizienten Prozessoren für mobile Geräte für Kunden wie Apple und Nvidia, soll aber nach der Vorstellung von Son sein Geschäftsmodell radikal ändern. Arm will in diesem Jahr einen eigenen Chip auf den Markt bringen, nachdem es den Facebook-Eigentümer Meta als Kunden gewonnen hat.
„Entscheidende Branchenrolle“
Ampere stellt Chips für die Zentraleinheit (CPU) von Rechenzentren her, die auf einer Architektur von Arm basieren. Unternehmen wie Oracle verwenden diese Chips in ihrer Cloud-Computing-Infrastruktur.
Dadurch wurde Ampere zu einem Rivalen von Arm, weil es Kunden wie Microsoft und Google beim Bau ihrer eigenen maßgeschneiderten Arm-basierten CPUs unterstützt. Softbank kaufte 2024 auch das in Großbritannien ansässige, auf KI spezialisierte Chip-Start-up Graphcore, um Arm zu stärken.
Laut Son erfordert die Entwicklung einer Superintelligenz einer bahnbrechende Rechenleistung. Ampere werde „eine entscheidende Branchenrolle spielen, da Hyperscaler und Rechenzentrumsanbieter zunehmend die Energieeffizienz zu verbessern und die Kosten zu senken versuchen“. Ex-Intel-Präsidentin Renée James gründete Ampere 2018.