Saudischer Staatsfonds wird Ankerinvestor von Goldman-Sachs-Fonds
Der Public Investment Fund (PIF) von Saudi-Arabien soll Ankerinvestor in einer Reihe neuer Fonds von Goldman Sachs Asset Management werden, die sich auf das Königreich sowie alle sechs Staaten des Golf-Kooperationsrates (Gulf Cooperation Council GCC) konzentrieren, heißt es in einer Erklärung, die Bloomberg News vorliegt.
Die beiden Assetmanager unterzeichneten eine Absichtserklärung – die bislang unverbindlich ist und noch der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden bedarf – im Zusammenhang mit den Fonds, die sich auf Private-Credit- und Public-Equity-Strategien in der GCC-Region konzentrieren werden. Zusätzlich zum Engagement des PIF wird Goldman Sachs Asset Management auch Geld von internationalen Investoren für die Initiativen aufbringen, heißt es in der Erklärung.
Goldman Sachs baut Präsenz in Saudi-Arabien aus
Im Bereich Private Credit werde Goldman Kredite an Unternehmen vergeben, die entweder in der Golfregion ansässig sind oder den größten Teil ihres Geschäfts in der Golfregion generieren. Im Bereich Public Equity werde der Vermögensverwalter in Unternehmen investieren, die entweder an der saudischen Börse notiert oder deren Geschäfte mit dem Land verbunden sind.
Goldman Sachs gehört zu den Wall-Street-Firmen, die ihre Präsenz in Saudi-Arabien ausbauen. Denn das Königreich will seine Investitionen zunehmend als Mittel zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft und zur Förderung des Finanzplatzes nutzen. Der PIF verwaltet 925 Mrd. Dollar.
Blackrock und Brookfield
Vermögensverwalter wie Brookfield Asset Management, Blackrock und State Street haben vom saudischen Wealth Fund unterstützte Investmentvehikel aufgelegt, die mehr ausländisches Kapital in das Königreich locken sollen. Dabei kündigten Blackrock 5 Mrd. Dollar und Brookfield 2 Mrd. Dollar an.
Goldman Sachs war 2024 die erste Wall-Street-Bank, die vom saudi-arabischen Königreich eine Lizenz für den Aufbau einer regionalen Basis in Riad erhielt. Die Regierung hat angedeutet, dass sie nicht mehr mit internationalen Finanzunternehmen zusammenarbeiten wird, deren regionaler Hauptsitz sich nicht im Lande befindet.