Frankreichs Statistikamt sucht neuen Chef
Das Rennen um die Nachfolge für Insee-Chef Jean-Luc Tavernier ist eröffnet. Der 63-jährige Ökonom, der seit 2012 als Generaldirektor an der Spitze des französischen Statistikamtes steht, möchte sein Amt im Sommer abgeben. Das Wirtschaftsministerium sucht nun nach einem Nachfolger für den Absolventen der Kaderschmiede École Polytechnique und der École nationale de la statistique et de l’administration économique (ENSAE), die er selbst von 1995 bis 2001 geleitet hatte.
Zu den Kandidaten gehören laut „Les Echos“ Karine Berger, Sandrine Duchêne und Fabrice Lenglart. Alle drei haben wie Tavernier an der auch unter dem Kürzel X bekannten Ingenieurshochschule Polytechnique und der ENSAE studiert. Die 52-jährige frühere sozialistische Abgeordnete Berger ist seit 2020 Insee-Generalsekretärin. Vorher war sie für die Behörde für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugskontrolle (DGCCRF), das Haushaltsministerium, Euler Hermes und den Fernsehsender Canal+ tätig.
Die 55-jährige Duchêne gehört dem Hohen Rat für öffentliche Finanzen und dem Rechnungshof an. Sie hat von 2009 bis 2012 die Insee-Konjunkturabteilung geleitet. Danach hat sie Ex-Präsident François Hollande beraten, bevor sie zum Schatzamt, später zu Axa und Crédit Mutuel ging. Der 1970 geborene Lenglart leitet die Statistikabteilung des Gesundheitsministeriums Drees (Direction de la recherche, des études, de l'évaluation et des statistiques). Vorher hat er für Insee, das Schatzamt und die der Regierung unterstellte Einheit France Stratégie gearbeitet.