Beim Containerumschlag wieder hinter Rotterdam und Antwerpen
Hamburger Hafen
Wieder hinter Rotterdam und Antwerpen
ste Hamburg
Die größten Konkurrenzhäfen Rotterdam und Antwerpen haben den Hamburger Hafen 2024 beim wichtigen Containerumschlag einmal mehr hinter sich gelassen. Brachten jene mit 13,8 bzw. 13,5 Millionen Standardcontainern (TEU) 2,8% bzw. 8,1% mehr Stahlboxen über ihre Kaikanten, führten 7,8 Millionen TEU im größten deutschen Seehafen zu einem Plus von 0,9%. Reedereien, die ihre Schiffe aufgrund der Sicherheitskrise im Roten Meer statt durch den Suez-Kanal um Südafrika herum fahren ließen, würden ihre Ladung nicht im Mittelmeer für den Weitertransport deponieren, sondern in den ersten erreichten Häfen in Europa, Rotterdam und Antwerpen, so die Hafenverwaltung HPA.
Opposition sieht steilen Abwärtsweg
Zwar sind 2024 die deutsche Wirtschaftsleistung um 0,2% und die industrielle Produktion um 4,5% geschrumpft. Doch habe sich der Hafen Hamburg im schwierigen Marktumfeld resilient behauptet, betont die Marketingorganisation HHM. Das ließ die größte Oppositionspartei in der Hamburger Bürgerschaft kurz vor der Wahl im Stadtstaat erwartungsgemäß nicht gelten. Unter Führung von SPD und Grünen kenne Hamburgs Hafen nur den steilen Abwärtsweg, so der CDU-Bürgermeisterkandidat Dennis Thering. Der Hafen sei von Platz 14 und Platz 23 der weltgrößten Häfen abgesackt.
Wie sich der 2023 vom Senat eingefädelte Einstieg des weltgrößten Reedereikonzerns MSC beim größten Hamburger Terminalbetreiber HHLA langfristig auf die Umschlagsmengen auswirken wird, ist unklar. Greifbarer erscheinen geopolitische Risiken: China ist weiterhin der mit Abstand größte Handelspartner des Hamburger Hafens, gefolgt von den USA, deren neuer Präsident Donald Trump die weltweiten Handelsströme mit seiner Zollpolitik empfindlich stören könnte.
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