Wieder Verluste beim Vision Fund

Dämpfer für die Finanzkraft von Softbank

Softbank Group leidet erneut unter den Kursschwankungen seiner börsennotierten Beteiligungen. Für die Finanzierung des KI-Infrastrukturprojektes Stargate sucht der japanische Technologieinvestor daher eine kreative Lösung.

Dämpfer für die Finanzkraft von Softbank

Dämpfer
für die Finanzkraft
von Softbank

mf Tokio

Wertverluste von Unternehmen im Vision Fund haben Softbank Group die Bilanz im Vierteljahr zwischen Oktober und Dezember verhagelt. Der japanische Technologie-Investor verbuchte in seinem dritten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 369,2 Mrd. Yen (2,3 Mrd. Euro). Die Sparte mit den Vision Funds fiel mit 309,9 Mrd. Yen ins Minus, weil die Aktienkurse von Unternehmen wie Coupang und Didi Global nachgaben. Die beiden Vision Funds halten zusammen Beteiligungen an rund 350 Unternehmen. Gerade hat Softbank das Gesamtkapital für den zweiten Vision Fund um 5 Mrd. auf 65,8 Mrd. Dollar erhöht.

Projektfinanzierung als Ausweg

Die roten Zahlen sind ein schlechtes Finanz-Omen für Softbank-Chef Masayoshi Son, der für das Stargate Project im laufenden Jahr 100 Mrd. Dollar aufbringen muss. Das Joint Venture von Softbank und OpenAI will innerhalb von vier Jahren insgesamt 500 Mrd. Dollar für den Ausbau der KI-Infrastruktur in den USA einsammeln, vor allem für den Bau von Rechenzentren. Nach Informationen von Bloomberg prüft Son derzeit das Konzept einer Projektfinanzierung. Eigenkapital könnte dann etwa nur 10% der Gesamtsumme ausmachen, vorrangige Darlehen aber bis zu 70%. Bei diesem Beispiel müsste Softbank mit 50% Joint-Venture-Anteil nur 5 Mrd. Dollar aufbringen.

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