Ryanair-Chef Michael O’Leary sieht sich nach einem Milliardenüberschuss im ersten Halbjahr im Aufwind. Doch bewegt sich sein Gewinnziel für das laufende Jahr am unteren Ende der Markterwartungen.
London, November 07, 2022, 12:56 Uhr
Andreas HippinDie Geschäftszahlen von Ryanair für das zweite Quartal entsprachen alles in allem den Markterwartungen., picture alliance / NurPhoto/ Beata Zawrzel
Die Geschäftszahlen von Ryanair für das zweite Quartal entsprachen alles in allem den Markterwartungen., picture alliance / NurPhoto/ Beata Zawrzel
Ryanair-Chef Michael O’Leary erwartet, dass der irische Billigflieger in einer Rezession stark wachsen wird. „Die Sorgen über die Auswirkungen von Rezession und steigender Verbraucherpreisinflation auf das Geschäftsmodell von Ryanair waren in den vergangenen Monaten stark übertrieben“, sagte er bei der Bekanntgabe der Zahlen für das Ende September abgelaufene erste Halbjahr 2022/23. „Die Verbraucher werden nicht aufhören zu fliegen, stattdessen werden sie preisbewusster“, sagte er. Wie bei Aldi, Lidl, Ikea und anderen Preisführern zeige die starke Erholung des Geschäfts nach der Pandemie, dass über den Preis Marktanteile gewonnen werden können. Die meisten EU-Wettbewerber hätten ihre Kapazitäten für den Winter um bis zu ein Fünftel zurückgefahren. Ryanair werde dagegen 10 % mehr Sitze anbieten als vor der Pandemie. Das Management rechnet nun damit, im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 168 Millionen Passagiere zu befördern. Zuvor war es von 1,5 Millionen weniger ausgegangen.