Konjunkturflaute bremst Arbeitsmarkt immer stärker
Konjunkturflaute bremst
Jobmarkt immer stärker
IAB erwartet bundesweit höhere Arbeitslosigkeit
ba Frankfurt
Die schwache Konjunktur wird einer IAB-Studie zufolge in diesem Jahr bundesweit die Arbeitslosigkeit steigen lassen, insbesondere im Osten der Bundesrepublik. Für die südlichen Bundesländer werden weiter die niedrigsten Arbeitslosenquoten erwartet. „Die Dynamik des Arbeitsmarktes hängt weiter entscheidend von aktuellen Entwicklungen ab", erklärt IAB-Forscher Rüdiger Wapler. Eine schnelle Entfaltung des Finanzpaketes und eine Beilegung der Handelskonflikte würden die Entwicklung der regionalen Arbeitsmärkte begünstigen.
Bayern bleibt Spitze
Für Ostdeutschland prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 7,8%. Für Westdeutschland wird ein Zuwachs von 0,2 Prozentpunkten auf 5,9% vorausgesagt. Bayern dürfte dabei zwar mit 7,3% den größten relativen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zeigen. Mit 3,9% − das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als 2024 − bleibt die Arbeitslosenquote aber die niedrigste im bundesweiten Vergleich. Mecklenburg-Vorpommern wiederum folgt mit 7,2% auf Rang zwei der größten relativen Anstiege, die sich ergebende Arbeitslosenquote von 8,5 (2024: 8,0%) bedeutet nach den Stadtstaaten Bremen (11,6%) und Berlin (10%) die dritthöchste Quote aller Bundesländer. Die geringsten relativen Anstiege bei den Arbeitslosenzahlen erwartet das IAB für Thüringen (1,9%), Brandenburg (3,6%), Rheinland-Pfalz (3,7%) sowie Niedersachsen (3,8%).
Beschäftigungsrückgang in fünf Bundesländern
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung dürfte insgesamt nur geringfügig wachsen, wobei sie in Westdeutschland um 0,3% steigt und in Ostdeutschland um 0,2% sinkt, heißt es beim IAB weiter. Für fünf der 16 Bundesländer und 38% der Agenturbezirke erwarten die Forscher rückläufige Beschäftigungszahlen, vor allem im Saarland mit 0,9% sowie Sachsen-Anhalt und Thüringen mit je 0,8%. Die stärksten Beschäftigungsanstiege werden für Hamburg (0,5%) sowie in Schleswig-Holstein und Hessen (je 0,4%) prognostiziert.