Goldpreis strahlt erneut heller – Dax verliert leicht
Die Nervosität an den Börsen in Erwartung neuer US-Zollankündigungen lässt Gold zur Wochenmitte erneut heller strahlen. Das als Anti-Krisen-Währung genutzte Edelmetall legt im frühen Handel um 0,2% auf 3.118 Dollar zu, nachdem es am Dienstag ein Rekordhoch bei 3148,88 Dollar markiert hatte. Eine Abschwächung der US-Wirtschaft, ein möglicher Anstieg der Inflation und Zinssenkungen könnten dazu führen, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten die Marke von 3.300 Dollar erreiche, so die Ansicht von Philip Newman, Geschäftsführer von Metals Focus.
Zur Wochenmitte richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmarktteilnehmer abermals auf die Handelspolitik der USA. Die Regierung von Präsident Donald Trump will am Mittwoch neue Zölle verkünden. Der Republikaner hatte zuletzt von einem „Tag der Befreiung“ gesprochen. Die Aufschläge dürften sich gegen eine Vielzahl von Ländern richten, die Handelsüberschüsse mit den USA haben. Bei diesen will Trump „reziproke Zölle“ erheben, sich also an deren oft höheren Sätzen orientieren. „Die Gefahr eines Handelskrieges war lange nicht so groß wie aktuell“, so Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Bis zur Verkündung der Zölle am Abend sei bei den Anlegern Abwarten angesagt. Bei den Unternehmen stehen nur wenige Bilanzen an. Einen Blick in ihre Bücher gewähren unter anderem Auto1. In den USA werden die Zahlen des privaten Anbieters ADP zum Stellenmarkt sowie die Industrieaufträge für Februar erwartet. Der Dax startet mit leichten Abschlägen in den Handel. Der deutsche Leitindex notiert mit 22.481 Zählern und damit 0,3% leichter als tags zuvor.